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Inhaltsverzeichnis

Pflege aktuell

Skill Mix im Krankenhaus überbewertet

„Was vor Jahren als Weg zur Kostensenkung begann entwickelt sich immer mehr zum Allheilmittel gegen den Pflegefachkräftemangel“, sagt DBfK-Referentin Johanna Knüppel. Dass mit einem unkritischen Einsatz geringer qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch hohe Risiken verbunden sind werde häufig ausgeblendet. mehr dazu... [1]

Erneute Forderung nach Pflegekammer

Rolf Höfert, Ratsmitglied des Deutschen Pflegerates, erläuterte die Vorteile einer Pflegekammer und ließ keinen Zweifel an Notwendig- und Dringlichkeit. Schon in seiner Eröffnungsrede formulierte Höfert eine Pflegekammer für alle Bundesländer als dringliche Forderung, die der Pflegerat auch 2012 aktiv verfolgen wird. Unter der Fragestellung „Spaltet die Pflegekammer Politik und Berufsgruppe?“ konterte Höfert zunächst mit der Gegenfrage, ob die Politik nicht eher die Pflege spalte.[2]

Bundesweite größte Befragung zur Intensivpflege startet

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. startet mit dem Pflege-Thermometer 2012 die bislang bundesweit größte Befragung von Leitungskräften auf Intensivstationen im Krankenhaus. Es geht um Fragen zur personellen und gerätebezogenen Ausstattung, zur Personalbemessung, zur Patientenversorgung und zum Aufgabenspektrum von Pflegenden auf Intensivstationen in Deutschland. ... [2]

  • Zur Pressemitteilung Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V...[3]

Studie zur Demenzversorgung in der stationären Altenhilfe startet

Heime zur Teilnahme gesucht

Im kommenden Jahr startet die Studie „DemenzMonitor “, die vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Witten durchgeführt wird. Darin wird die demenzspezifische Versorgung von Heimbewohnern untersucht und insbesondere auf den Umgang mit herausforderndem Verhalten fokussiert.Die Teilnahme am DemenzMonitor ist kostenlos. Interessierte Einrichtungen können sich ab sofort zur Teilnahme anmelden. Anmeldeschluss ist der 31.Januar 2012: [4]

Generalistische Ausbildung für alle Pflegeberufe

Vor einiger Zeit forderte man generell das Abitur als Voraussetzung für die Ausbildung in der Krankenpflege. Zwischenzeitlich ist klar, dass das Problem differenzierter betrachtet werden muss. Besonders in der Altenpflegeausbildung wäre diese Hürde in Zeiten des Fachkräftemangels kontraproduktiv.

„Für die von der Bundesregierung geplante generalistische Pflegeausbildung reichen im Altenpflegebereich zehn Jahre Allgemeinbildung als Zugangsvoraussetzung aus. In Zeiten des extremen Mangels an Altenpflegefachkräften kann sich Deutschland keine höheren Hürden für den Berufszugang erlauben.“ Mit diesen Worten hat die Bundesgeschäftsführerin des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad e.V.), Andrea Kapp, auf die laufende Debatte um die künftige Pflegeausbildung in Berlin reagiert. Mehr… [5]

Problematisch: Berufe in der Altenpflege sind nicht gerade gefragt

Eine Ausbildung in der Alten- oder Krankenpflege steht bei Jugendlichen nicht gerade auf der Hitliste der beliebtesten Berufe. Zu viele negative Klischees haften der Branche an. Das Theaterstück Pflege(l)haft – geschrieben und einstudiert von Auszubildenden aus Osnabrücker Pflegeeinrichtungen – will damit aufräumen

Um Jugendlichen zu vermitteln, wie facettenreich und attraktiv die Ausbildung zum Alten-, Heilerziehungs- oder Gesundheits- und Krankenpfleger sein kann, haben zehn Auszubildende aus sechs Pflegeeinrichtungen ein Theaterstück mit dem Titel „Pflege(l)haft“ geschrieben und einstudiert, das auf realistische und unterhaltsame Weise den Berufsalltag darstellt. „Wir wollen Jugendlichen zeigen, [3]

Blue-Card auch für Pflegende

Wir brauchen nicht nur Ingenieure und Ärzte – es fehlen zehntausende Pflegefachkräfte.

Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, fordert mit Blick auf den bereits bestehenden Fachkräftemangel in der Pflege auch Pflegefachkräfte in die Liste der Mangelberufe aufzunehmen und bei diesen ebenfalls auf eine Vorrangprüfung zu verzichten.[4]

Pflegereform

Gegen das Vergessen

Unter Rösler gelobt und versprochen - und dann war alles andere wichtiger! "Seit Monaten streiten CDU, CSU und FDP über eine Pflegereform - nun appellieren Wirtschaftsforscher an die schwarz-gelbe Koalition, den Umbau der Pflege endlich auf den Weg zu bringen. Schon seit Ende der 90er Jahre sei ein deutlicher Leistungsabfall der Pflegeversicherung zu erkennen." [5] "CDU, CSU und FDP behindern sich bei der Ausarbeitung der Pflegereform gegenseitig. Die Opposition sieht es mit Wonne." [6]

In der Praxis hat man sowieso jede Hoffnung verloren. Es geht fleißig weiter mit dem Bürokratieaufbau! So wird man mit Sicherheit nicht den Pflegenotstand mildern und auch nicht die Interessen der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen in den Mittelpunkt stellen können - keine Zeit, zu wenig qualifiziertes Personal und viel zu viel alte, kranke und demente Bewohner – und es werden immer mehr und demnächst bist auch Du dran! Inzwischen liegt das Ergebnis vor: "Der Berg kreißte und gebar eine Maus", mit diesen Worten wollte Horaz die Dichter kritisieren, die nur wenig von dem halten, was sie versprechen.[7]

„Die Vorschläge zur Finanzierung der Pflegeversicherung sind lediglich ein schwacher Kompromiss und reichen nicht aus“, kritisiert Caritas-Geschäftsführer Hartmut Claes die Ergebnisse der Berliner Koalition vom letzten Sonntag [8] Erweisen sich die Prognosen als zutreffend, ist Deutschland in knapp 40 Jahren ein Land von Greisen und Pflegebedürftigen. Ohne Gegensteuern droht schon früher ein Pflegenotstand.[9] (K)

Auch Pflegekräfte folgen dem Ruf des Geldes

Auch Pflege-Fachkräfte folgen den Regeln eines globalisierten Marktes. Sie gehen dorthin wo menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine gute Bezahlung, die aufopferungsvolle Arbeit für die Gesellschaft honorieren. Wenn unsere Fach-Pflegekräfte in Thüringen, im Vergleich zu Bayern jährlich 6000 Euro weniger verdienen, sollte man über die Abwanderung nicht länger klagen, sondern handeln. Weiterhin ist zu bedenken, dass auf der Grundlage des Ärztemangels, zunehmend ärztliche Arbeitsleistungen über den Weg der Delegation auf den Pflegebereich übertragen werden. Hinzu kommt eine überbordende Pflegedokumentation. Dieses Vorgehen minimiert den ohnehin schon knappen Arbeitszeitfonds der Pflegenden und verschärft zusätzlich, die schon jetzt prekäre Situation. Das zu ändern, bedarf des politischen Willens. (K)

Mindestlohn in der Pflege kann nur erster Schritt sein

„Der Mindestlohn in der Pflege hat sich als nicht nur als zeitgemäß, sondern auch als wirtschaftlich und sehr weitsichtig erwiesen“, so der Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege, Thomas Greiner, der selbst Mitglied der Pflegekommission zur Einführung eines Mindestlohns in dieser Branche war. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat dazu jetzt eine wissenschaftliche Evaluierung bestehender Regelungen zu allgemeinverbindlichen Mindestlöhnen in acht Branchen vorgelegt. [10]

Pflegereport 2011: Pflegebedürftig­keitsrisiko steigt

Die Zahl der Pflege­bedürftigen ist zwischen 1999 und 2009 von 2,02 Millionen auf 2,34 Millionen gestiegen. Die Zunahme geht jedoch ausschließlich auf die Alterung der Bevölkerung zurück, das altersspezifische Pflegerisiko bleibt konstant. Das geht aus dem Barmer GEK Pflegereport 2011 hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde. [11]

Gesundheits- und Krankenpflege

  • Zu Pflegeportale / Seite 2 des PflegeWikingers: [6]
  • Zu PflegeWiki:Kategorie Pflege: [7]
  • Der Pflegebrief, klick hier: : [8]

Uneinheitlicher Pflegschlüssel

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat bundeseinheitliche Personalschlüssel in der Pflege gefordert. Faktisch würden Pflegebedürftige regional benachteiligt; sie erhalten weniger Leistung und Zuwendung, teilt der Verband in Dresden mit. [12]

Übertragung ärztlicher Tätigkeiten nun geregelt

Es wäre „weltfremd“, wollte man nicht einräumen, dass schon jetzt (und schon lange) von erfahrenen und gut ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegern/innen und Fachpflegekräften „ärztliche Tätigkeiten“, innerhalb einer „aus der (Personal)Not heraus geborenen Allianz zwischen Medizin und Pflege, auf dem Weg der Delegation übernommen werden. Tatsache ist auch, dass ohne diese „Stille Kompetenz der Pflegenden“ einige Krankenhäuser gar nicht mehr arbeitsfähig wären.

Die Ursachen sind hinlänglich bekannt. Es sind der Kostendruck, mit dem daraus entstehnden Personalmangel, der ,aus beiden Faktoren resultierende Zeitmangel, die überbordende und die aktive Pflegezeit stehlende Überbürokratisierung und nicht zuletzt: die schlechte Bezahlung der Pflegeleistung. Tausende Ärzte und Fachplegekräfte wandern daher ins Ausland ab. Völlig normal, denn so funktioniert der globale Markt.

Anscheinend wird völlig vergessen, dass bis 2030 die Zahl pflegebedürftiger Personen, bei kontinuierlicher Zunahme der Demenz, auf 3,4 Millionen steigen wird. Diese Patienten brauchen ihre Betreuer (Schwestern und Pfleger) zunehmend als Partner, Manager, Animateure, Lotse, Steuermann und als Unterstützer innerhalb ihrer Grundbedürfnisse. An diesen Arbeitsplätzen gibt es keine Resourccen für zusätzliche Arbeitsaufgaben aus dem Bereich der Medizin.

Die Patientensicherheit ist das oberste Ziel in einem Krankenhaus, sie ist eng mit der Rechtssicherheit für Pflegende verbunden. Die geplante Neuordnung der Aufgaben im Gesundheitswesen und die damit einhergehende Pflichtenbindung der Pflegenden bedürfen daher (vorausgehend) einer Klärung auch innerhalb des Berufs- und Haftungsrechts.

Auf dem Arbeitsmarkt Gesundheits- und Krankenpflege und auch in der Altenpflege herrscht Arbeitskräftemangel. Allein diese Tatsache verbietet eine generelle Delegation / Substitution von primär ärztlichen Tätigkeiten an den Pflegedienst.

Es ist darauf hinzuweisen, dass Pflegende, die zunehmend noch mehr ärztliche Tätigkeiten ausführen sollen, dafür auch besser qualifiziert und gut bezahlt werden müssen. Vor allen Dingen muss mit dem permanenten Personanlabbau in den deutschen Krankenhäusern aufgehört werden.

Die Richtline

Nach dreijähriger Beratung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag einstimmig eine Richtlinie verabschiedet, mit der in Modellprojekten künftig heilkundliche Tätigkeiten von speziell ausgebildeten Pflegekräften durchgeführt werden können. Im Rahmen eines Therapieplans kann ein Arzt genau definierte Aufgaben an eine Pflegekraft übertragen, die diese dann selbstverantwortlich ausübt. Siehe auch Interesseante Leserkommentare dazu...[9]

  • Hier die Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschuss im Wortlaut:[10]
  • DPR: Wird jetzt erprobt, was längst Praxis ist?...[11]
  • Heilberufe: Grünes Licht für Übertragung ärztlicher Aufgaben an Pflegekräfte [12]
  • Ärztezeitung: Auf "Intensiv" leben Ärzte und Pflegekräfte schon zusammen. Ärzte und Pflegekräfte leben auf unterschiedlichen Planeten, lautet eine oft wiederholte These. Sind es vielleicht nur ihre Funktionäre? Das wurde beim Hauptstadtkongress laut nachgefragt...[13]

Vorhergehende Artikel zum Thema in PflegeWiki

  1. Soll die Gesundheits- und Krankenpflege alle „ übertragbaren ärztliche Tätigkeiten“ übernehmen?
  2. Heilkundeübertragungsrichtlinie: Ausgebildete Pflegekräfte sollen unter Aufsicht ärztlich tätig werden
  3. Wegweisende Modelle zur Weiterentwicklung der Pflege im Krankenhaus
  4. Pflegeleistungen auf der Intensivstation
  5. Teamwork in der Intensivmedizin

Ärzte sehen das anders

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat jedwedem politischen Ansatz, originäre Heilkunde im Sinne von Substitution eigenverantwortlich in die Hände von Nicht-Ärzten zu legen, eine klare Absage erteilt. „Es ist doch paradox, Ärztinnen und Ärzte ausgerechnet von jenen Tätigkeiten entlasten zu wollen, für die sie jahrelang unter erheblichem Aufwand ausgebildet wurden und für die nur sie die entsprechende Qualifikation besitzen“... [14] und: [15]

Vielmehr gelte es, Strukturen zu entwickeln, die den Arzt von vielen unsinnigen bürokratischen und administrativen Tätigkeiten entlasteten. „Ärztliche Tätigkeiten können und dürfen nur von Ärzten oder im Delegationsverfahren durch speziell dafür ausgebildete Fachkräfte, die direkt beim Arzt angestellt sind, ausgeführt werden“ betonte Helming. Dazu gehöre die Diagnose ebenso wie die Therapie und die Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.[13]

Wegweisende Pflegemodelle

Pflegefachkräfte fehlen überall, aber auch der ärztliche Nachwuchs ist inzwischen rar. Die Ära der Patriarchen auf den Chefetagen der Krankenhäuser geht zu Ende. Weil diese den Nachwuchs vergraulen und dem Ruf der Klinik schaden, besinnen sich Krankenhäuser auf einen wertschätzenden, kollegialen und transparenten Führungsstil. mehr...[14]

Wegweisende Modelle zur Weiterentwicklung der Pflege im Krankenhaus

http://www.pflege-krankenhaus.de/das-projekt/das-projekt.html

http://www.pflege-krankenhaus.de/neue-arbeitsteilung/modelle-im-ueberblick.html

http://www.pflege-krankenhaus.de/familie-freizeit-und-beruf/modelle-im-ueberblick.html

http://www.pflege-krankenhaus.de/lebensphasengerechtes-arbeiten/modelle-im-ueberblick.html

Pflegepraxis

  • Artikel zur Pflegepraxis in PflegeWiki: [16]

Chirurgie und Pflegeberufe: Partnerschaft stärken

Die Chirurgie sei auf die Zusammenarbeit mit Partnerfächern, primär der Anästhesie und den Pflegeberufen, angewiesen, erklärte Büchler. Dies sei eine notwendige Voraussetzung für eine optimale Patientenversorgung. „Der Patient sieht seinen behandelnden Arzt in der Klinik oft nur eine halbe oder drei viertel Stunde am Tag.“

Die Krankenschwester sei jedoch immer zugegen. „Deshalb ist eine Beziehung zwischen Pflege und Chirurgie auf Augenhöhe wichtig.“, betonte der DGCH-Präsident. Er sprach sich deshalb für mehr Kompetenzen für die Pflegeberufe aus. Dies bedeute allerdings nicht, dass Kranken­schwestern ärztliche Entscheidungen treffen sollten, stellte der Generalsekretär der DGCH Hartwig Bauer klar. „Delegation ist das Gebot der Stunde.“ [15]

Pflegebeauftragte

Sozialministerin Haderthauer: "Bereits 1000 Kontakte beim Pflegebeauftragten!"

"Die Stelle des Pflegebeauftragten ist ein voller Erfolg! Nach nur einem dreiviertel Jahr sind beim Pflegebeauftragten bereits über 1000 Kontakte zu vermelden. Die hervorragende Resonanz zeigt ganz deutlich: Pflegebedürftige, ihre Angehörigen, aber auch Pflegekräfte fühlen sich mit ihren Anliegen beim Pflegebeauftragten gut aufgehoben. Die Entscheidung, mit dem Pflegebeauftragten eine unabhängige Stelle einzurichten, an die man sich auch vertraulich wenden kann, war goldrichtig.[17] / Interner Link: Bayerische Pflegebeauftragte

Deutsches Netzwerk für Sachverständige in der Pflege

Das „Deutsche Netzwerk für Sachverständige in der Pflege” hat sich am 15.10.2011 konstituiert. Es besteht aus zertifizierten Sachverständigen, die seit Jahren im Sachverständigenwesen für Gerichte, Versicherungen, Sozialämter tätig sind und die die Schwierigkeiten in der Praxis kennen, die einer (Richtschnur) detaillierten Evaluation und gutachterlichen fachlich klaren Darstellung bedürfen. Die ausgesuchten Sachverständigen des „Deutschen Netzwerk für Sachverständige in der Pflege“ wollen in gemeinsamer ehrenamtlicher Arbeit ihr Fachwissen bündeln und die Problemfelder für ihre Kollegen, Politik, Öffentlichkeit aufzeigen und Lösungen erarbeiten und auch ihren Kollegen zur Verfügung stellen.... [18]

Fatale Sprachlosigkeit bei Ärzten und Schwestern

Eigentlich ist die Situation optimal: Ärzte haben viel Wissen aus dem Lehrbuch, Schwestern viel Erfahrung – gemeinsam könnten sie ein starkes Team bilden. Doch in Wirklichkeit kommunizieren sie kaum miteinander. Schuld ist unzeitgemäßes hierarchisches Denken und die Angst vor der eigenen Blöße. Bitte lesen Sie hier weiter: [19]

Krankenhaushygiene

  • Siehe auch PflegeWiki - Kategorie:Hygiene [20]

MRSA auf Geflügelfleisch

Hunderte Geflügelfleischproben sind nach Untersuchungen von Experten mit den gefährlichen MRSA-Keimen belastet, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind. .... [21]

Mangelnde Krankenhaus-Hygiene tötet Tausende

Jährlich gibt es rund 800.000 vermeidbare Infektionen in Kliniken, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene. 20.000 Menschen sterben jedes Jahr infolge mangelnder Hygiene. Dabei wäre das Problem einfach zu lösen: durch häufigeres Händewaschen:[16]

Millionen Bakterien auf Maus und Tastatur

Auf Tastatur, Maus und Telefonhörern tummeln sich bis zu zehn Millionen Bakterien, die meisten davon sind jedoch ungefährlich. In der Regel wird ein gesunder Organismus mit den meisten Keimen in unserem Alltag alleine fertig. Anders sieht es bei unseren Immungeschwächten Patienten aus: Mangelnde Hygiene kann sie in Lebensgefahr bringen. Um Krankenhausinfektionen zu vermeiden, ist es im Klinikalltag wichtig, dass dieser Infektionsquelle mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Besonders in den operativen Bereichen und in der Intensivpflege.(K)

Von anderen Lernen

  • Siehe auch PflegeWiki: Kategorie:Pflegemanagement [22]

Care und Case Management in New York

Über vierzig Jahre Erfahrung hat man mittlerweile in Amerika mit dem Handlungskonzept des Care und Case Managements, das dort auch seinen Ursprung hat. Grund genug für Studierende der Alice Salomon Hochschule in Berlin, ihr Wissen zu vertiefen und sich die Umsetzung vor Ort, in New York City, genau anzusehen.

New York ist eine großartige Stadt – aber mit Schattenseiten: Es gibt viele Menschen, die in Armut und Arbeitslosigkeit leben und die sich keine Gesundheitsversorgung leisten können. Das East New York Diagnostic and Treatment Center in Brooklyn dagegen bietet eine umfangreiche Versorgung (92.971 Patientenbesuche in 2009) durch qualifiziertes, pflegerisches und medizinisches Fachpersonal. Dabei geht die Arbeit der Institution über die pflegerische und medizinische Versorgung deutlich hinaus. Durch umfangreiche Aufklärungs- und Beratungsprogramme zu verschiedenen Gesundheitsthemen, sollen möglichst viele Menschen erreicht und zu einer gesünderen Lebensweise befähigt werden. So erhalten beispielsweise Menschen in Obdachlosenheimen medizinische Beratungen, ungewollt schwanger gewordene junge Mütter unter 18 Jahren werden durch spezielle Mutter-Kind-Programme unterstützt oder Schüler über Themen wie HIV und AIDS aufgeklärt. Außerdem werben Mitarbeiter in Schulen und Einrichtungen der Gemeinden für ihr Vorsorgeprogramm. [17]

Servicefachkräfte im Krankenhaus

Wir reden schon viel zu lange nur über die Auslagerung pflegefremder Tätigkeiten. Privatkliniken und nun auch ein Uniklikum, sind da bereits Vorreiter und das mit guten Erfahrungen. Zum Einsatz kommen hier nur Servicefachkräfte aus dem Hotelbereich. Das macht Arbeitszeit für die primäre qualifizierte Krankenpflege frei und wird von Patienten und auch von Fachpflegekräften inzwischen zunehmend nicht nur akzeptiert, sondern sogar geschätzt. "Mittlerweile haben einige andere Kliniken die Idee aufgegriffen ? und entwickeln sie weiter: Die Elbe-Kliniken, eine 800-Betten-Einrichtung mit Häusern in Stade und Buxtehude, wollen Ähnliches erreichen wie die Freiburger: den Patientenservice verbessern und das Pflegepersonal entlasten. Anders als in Freiburg unterstehen die Servicekräfte aber nicht der Pflege, sondern haben eine eigene Berichtslinie erhalten. "Es gibt für jedes Haus eine Serviceverantwortliche, die direkt an den Betriebsleiter berichtet", sagt Prozessmanager Philip Düwel. Diese Mitarbeiterinnen betreuen die Schnittstellen aller Serviceabteilungen im Haus: von der Essensversorgung über die Stationsreinigung bis hin zur Wäscherei. Lesen Sie hier weiter: [18]

Altenpflege

  • PflegeWiki: Kategorie Altenpflege: [23]

Wachsende Bedeutung von Homecare

„Homecare versorgt flächendeckend Patienten und Anwender mit Hilfsmitteln oder enteraler Ernährung zu Hause oder in Pflegeheimen, dabei wird dem Grundsatz 'ambulant vor stationär' Rechnung getragen“, erklärte Jana Künstner, Leiterin des Referats Homecare beim BVMed. mehr.... [19]

Schmerztherapie beruhigt Demenzpatienten

Viele Demenzpatienten werden durch die Krankheit von innerer Ruhelosigkeit getrieben und neigen zu aggressivem Verhalten. Abhilfe bietet eine individuell angepasste Schmerztherapie. Das legen zumindest die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus Norwegen nahe.

Wenn demenzkranke Pflegeheimpatienten ruhelos umherwandern oder randalieren, werden sie meistens medikamentös mit Antipsychotika ruhiggestellt. Die Schmerztherapie zu optimieren, wäre oft die bessere Lösung. Mit einem von der American Geriatric Society empfohlenen Stufenplan für die Schmerztherapie gelang es in norwegischen Pflegeheimen, auch Aggression und motorische Unruhe von Demenzkranken deutlich zu bessern. mehr...[20]

Demenzsportgruppen: Bewegung als Heilkraft

Patienten mit leichter bis mittelgradiger Demenz profitieren von einem gezielten Bewegungsprogramm. Regelmäßiges Training macht die Patienten kräftiger und verbessert die geistigen Funktionen. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) fordert, Demenzsportgruppen einzuführen ... [24]

Gefährdung: Steigende Suizidraten im Alter

Im vergangenen Jahr haben sich 9.616 Menschen in Deutschland das Leben genommen. 40 Prozent der Menschen, die sich selbst getötet haben, waren über 60 Jahre alt. Die Tendenz in dieser Gruppe: steigend. Suizid im Alter sei nach wie vor ein Tabuthema, wirft die Deutsche Hospiz Stiftung der Politik vor.

„Selbsttötungen bei älteren Menschen sind weiterhin ein Tabuthema. Da ist die Politik gefordert“, meint Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, anlässlich des Weltsuizidpräventionstags. Es fehlen Neurologen und Psychotherapeuten, die sich mit Depressionen im Alter beschäftigen. Nur fünf Prozent der Pflegeheime werden wöchentlich von Neurologen besucht. 24 Prozent der Heime hatten noch nie einen Psychiater im Haus. „Wir als Patientenschützer fordern ein Strategiepapier, das Bund, Länder und Kommunen zum Handeln zwingt“, betont Brysch. mehr ...[21]

Medikation: Gefährliche Pillen für Demente und Alkoholiker

Viele Altersverwirrte werden laut Experten in Pflegeheimen ruhiggestellt, obwohl sie dann früher sterben können. Alkoholiker bekommen süchtig machende Schlafmittel - und junge Frauen unnötig riskante Antibabypillen. Klick: [25]

Intensivpflege


Rettungsassistenten auf Intensivstationen und im Aufwachraum?

Verschiedene Anbieter versuchen ausgebildete Rettungsassistenten im klinischen Alltag zu etablieren. Diese für den präklinischen Einsatz ausgebildete Berufsgruppe soll nun als Ersatz für Fachpflegende z.B. auf Intensivstationen, im Aufwachraum oder zentralen Notaufnahmen eingesetzt werden. Wie der Name bereits sagt, ist diese Berufsgruppe spezialisiert auf den Rettungsdienst und außerklinischen Transport von Patienten. mehr... [22]

Xenon-Narkosen

Das Edelgas Xenon ist den heute verwendeten Anästhesiemitteln in vielen Bereichen überlegen. Vor allem alte Patienten - z.B. mit Aortenklappenverengung - können wegen der konstanten Blutdruckregulation: [27]

Reanimation: AEDs verlängern lebensgefährliche Prä-Schock-Pause

Toronto – Jede Unterbrechung während der Reanimation verschlechtert die Über­lebens­chancen von Patienten mit einem Herz­stillstand. Einer Studie in Circulation (2011; doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA­.110.010736) zufolge wirkt sich bereits eine 20 Sekunden lange Pause vor einer Defibrillation negativ auf die Prognose des Patienten aus. Damit könnte die Verwendung eines automatisierten externen Defibrillator (AED) von Nachteil sein.[23]

Ernährung: PEG-Entscheidungshilfe

Gemeinsam mit PflegewissenschaftlerInnen der Universität Witten-Herdecke und weiteren Experten wurde eine Entscheidungshilfe entwickelt, die in dieser schwierigen Situation weiterhelfen kann. Neben wichtigen Informationen zur künstlichen Ernährung enthält sie einen herausnehmbaren persönlichen Arbeitsbogen, der Sie bei einer Entscheidungsfindung systematisch durch die wichtigen Fragen und Themen leitet.[24]

Teamwork: Auf "Intensiv" leben Ärzte und Pflegekräfte schon zusammen

Ärzte und Pflegekräfte leben auf unterschiedlichen Planeten, lautet eine oft wiederholte These. Sind es vielleicht nur ihre Funktionäre? Das wurde beim Hauptstadtkongress laut nachgefragt.(...) "Wollen würde man ja schon gerne, Platzhirschgehabe bei den Ärzten und Minderwertigkeitskomplexe bei den Pflegekräften verhindern weitgehend die Zusammenarbeit unter dem gemeinsamen Dach der einen Medizin." Und viel mehr Interessantes [25]

Dazu PflegeWiki:

  1. Teamwork in der Intensivmedizin
  2. Pflegeleistungen auf der Intensivstation
  3. Kosteneffizienz in der Intensivpflege

Ethik-Kodex: Ethische Regeln der Intensivpflegenden

Diese ethischen Regeln sollen Intensivpflegenden eine Grundlage für moralisches Handeln in der Intensivpflege bieten, das berufliche Selbstverständnis der Intensivpflegenden darstellen sowie die Autonomie der Intensivpflege untermauern. Darüberhinaus sollen diese ethischen Regeln ein Baustein auf dem Weg zur Professionalisierung sein.[26]

Qualität definieren: DGF-Fachkrankenpflegestandard

Patienten mit akuten, schwerwiegenden und/oder lebensbedrohlichen Erkrankungen benötigen im Verlauf ihrer stationären Krankenhausbehandlung zumindest temporär die Behandlung in Einheiten für Intensivtherapie. Diese Bereiche stellen im Gesamtbehandlungsprozess einen sensiblen und für die betroffenen Patienten verletzlichen Bereich dar. Die hierbei stattfindenden Patientenbetreuungs- und Behandlungsschritte zählen zu den komplexesten im Krankenhaus. Zur Wahrung umfassender Patientensicherheit stellt dies höchste Anforderungen an alle beteiligten Berufsgruppen. Die Festlegung eines qualitativen und quantitativen Fachkrankenpflegestandards (kurz: Fachpflegestandard) in der interdisziplinären Patientenversorgung in Intensivstationen – und auch Anästhesie- und OP-Abteilungen – stellt eine entscheidende Bedingung zur Sicherung von Qualität und Fehlerprävention in diesen Bereichen dar.[27] Artikel in PflegeWiki:

  1. DGF-Fachkrankenpflegestandard
  2. Intensive Care Practitioner‎

Geheimnis Narkose – Warum verlieren wir das Bewusstsein?

(...) Die vorliegende Studie zeigt, dass Propofol die Grundaktivität der Großhirnrinde massiv verändert. Propofol ist ein intravenös zu verabreichendes Narkosemittel ohne analgetische Wirkung und ohne Einfluß auf die Muskelrelaxation. Es greift offenbar in die Kommunikation zwischen verschiedenen Gehirnarealen ein, indem es eine große Anzahl von Neuronen in eine hochgradig synchrone Aktivität zwingt. Dieser extrem synchrone Zustand des Kortex verhindert, dass aus der so genannten ersten sensorischen Station des Kortex (primäres sensorisches Areal) Signale an andere Hirnregionen gesendet werden. (...)[28]

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Quellen

  1. http://www.pflegen-online.de/nachrichten/aktuelles/auf-den-zuschnitt-kommt-es-an-.htm?PHPSESSID=cc3fc4fe179b2a5f74c6474a7a0125a9
  2. http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/B0F822C54C0C3C36C1257958003226A6
  3. Heilberufe online
  4. http://www.pflegen-online.de/nachrichten/aktuelles/pflegefachkraefte-in-liste-der-mangelberufe-aufnehmen.htm?PHPSESSID=fe7e48fd38236880ea5a85ba3ec13cee
  5. Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.
  6. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-10/pflegereform-koalition-bahr
  7. http://www.duden.de
  8. http://www.derwesten.de/staedte/witten/probleme-der-pflegereform-nicht-geloest-id6055344.html
  9. http://www.kma-online.de/nachrichten/pflege/id__25972___view.html?sid=d81c33dc0fad2f0606c7bca3aa281a50
  10. http://www.pflegen-online.de/nachrichten/aktuelles/mindestlohn-in-der-pflege-kann-nur-erster-schritt-sein.htm?PHPSESSID=811534732ab0ed2d3833bb038807994f
  11. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48208/Pflegereport_2011_Pflegebeduerftigkeitsrisiko_steigt.htm
  12. http://www.heilberufe-online.de/pflegeaktuell/meldungen/111108.php
  13. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48217/Kritik_zur_Substitution_aerztlicher_Leistungen_aus_Brandenburg.htm
  14. http://www.heilberufe-online.de/pflegeaktuell/meldungen/110908.php
  15. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48356/Chirurgie_und_Pflegeberufe_Partnerschaft_staerken.htm
  16. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,541329,00.html
  17. Heilberufe online,28.o7.2011
  18. http://kma-online.de/nachrichten/management/id__24980___view.html
  19. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48276/Wachsende_Bedeutung_von_Homecare.htm
  20. Agitierter Demenzpatient: Schmerztherapie als Beruhigungsmittel. MMW-Fortschr. Med. Nr. 35 / 2011 (153. Jg.), Seite 6; Husebo BS et al. BMJ 2011;343:d4065
  21. Heilberufe online, 23.09.11
  22. http://www.dgf-online.de/rettungsassistenten-auf-intensivstationen-und-im-aufwachraum/
  23. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46335/Reanimation_AEDs_verlaengern_lebensgefaehrliche_Prae-Schock-Pause.htm
  24. http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/kuenstliche-ernaehrung-im-alter-176155.php
  25. http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/654207/intensiv-leben-aerzte-pflegekraefte-schon-zusammen.html?sh=3&h=-503852853
  26. http://www.dgf-online.de/ethik-kodex/
  27. http://www.dgf-online.de /dgf-fachkrankenpflegestandard/
  28. http://idw-online.de/de/news450920


Redaktioneller Inhalt: "PflegeWikinger" von Kurt Wanka, Autor

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