Das Gesundheits-Audit ist ein Verfahren zur Qualitätssicherung und -entwicklung in Kindertageseinrichtungen und Schulen.


Das Audit unterstützt mit seiner Zielsetzung den Gesundheitsziele-Prozess von „Gesund aufwachsen“ in Sachsen. Es wurde durch die Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. entwickelt, ist eingebettet in einen Zertifzierungsverbund und wird in Bundesland::Sachsen durch den BKK-Landesverband Ost (ab Datum::01.01.2010 BKK Landesverband Mitte) gefördert.


Seit Datum::2006 begleitet die lizenzierte Zertifizierungs- und Schulungsstelle im Gesundheitsaudit der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. das Verfahren.


Das Gesundheits-Audit soll Kindertageseinrichtungen und Schulen, die sich seit längerem mit der Gesundheitsförderung beschäftigen, einen Anhaltspunkt für den erreichten Entwicklungsstand geben. Mit der Zertifizierung findet eine Anerkennung der bisherigen Aktivitäten zu Gesundheitsförderung in der Kita bzw. Schule statt und es wird zu einer Überprüfung und Entwicklung von Verbesserungspotenzialen angeregt.


Kitas bzw. Schulen lassen zunächst Qualitätsbeauftragte durch die SLfG ausbilden, die das Verfahren begleiten, führen anhand eines Kriterienkataloges eine Selbstbewertung durch und lassen sich anschließend durch eine unabhängige Auditorenkommission fremdbewerten. Wenn im Ergebnis dieser im kollegialen Dialog vollzogenen Prüfung mindestens 55 % der möglichen Punkte erreicht werden, kann die KiTa bzw. Schule 3 Jahre lang den Titel „Gesunde KiTa“ bzw. „Gesunde Schule“ führen. Das Zertifikat muss nach Ablauf dieser Frist neu beantragt und erworben werden.


Mit dem Audit soll die Qualität von Gesundheitsförderung reflektiert und verbessert werden. Kitas und Schulen bekommen überprüfbare Indikatoren, um eine gesundheitsfördernde Entwicklung bewusst zu planen und strukturiert voranzutreiben.


Zur Einschätzung der Ergebnisse in der gesundheitsfördernden Entwicklung dienen Qualitätsfelder, die zugleich die Kategorien des Kriterienkataloges darstellen.

Die Einschätzung erfolgt anhand von 5 Qualitätsfeldern:

  • Schulbedingungen und -verhältnisse

Die Kategorie berücksichtigt die materiell-gegenständlich-räumlichen Faktoren als Rahmenbedingungen für die Gesundheit der Schulakteure. Sie schließt ökologische und sicherheitsrelevante Bereiche ein.

  • Gesundheitskompetenzen

In dieser Kategorie werden die individuellen Gesundheitskompetenzen, d.h. die gesundheitlich relevanten Lebenskompetenzen der Schulakteure betrachtet.

  • Schulkultur und Schulklima

Die Kategorie soll Auskunft über den erreichten Grad der kulturellen Schulentwicklung geben, wie die Konzeptionen, Verantwortlichkeiten, Strukturen und Kooperationen der Schule den Prozess der Gesundheitsförderung unterstützen und somit dazu beitragen, den Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule besser zu erfüllen. Der Aspekt des Schulklimas betrachtet die Arbeitszufriedenheit und das Wohlbefinden aller Schulakteure und stellt die Gestaltung der Beziehungen untereinander, die gesunde Kommunikation und Organisation von Schule in den Mittelpunkt der Betrachtung.

  • Unterricht und Schulleben

In dieser Kategorie geht es um die Qualität des Unterrichts in Bezug auf die Einbeziehung gesundheitsfördernder Gesichtspunkte und gesundheitlich relevanter Felder in den Unterricht.

  • Qualitätsmanagement

In der Kategorie geht es um die Sicherung und Verbesserung der Schulqualität im Hinblick auf den Aufbau und die Nutzung dafür geeigneter Strukturen und Verantwortlichkeiten


siehe auch : Gesunde Kindertagesstätte