Als Hautpflege bezeichnet man alle Maßnahmen, die der Erhaltung oder Wiederherstellung gesunder Haut dienen. Das heißt, sie soll ihren Zweck als Schutz- und Sinnesorgan, im weiteren Sinn auch als soziales Organ (Attraktivität, Kosmetik), optimal erfüllen.


Gesunde Haut

Gesunde Haut schützt als äußere Begrenzung des Körpers (zusammen mit Schleimhaut und Hautanhangsgebilden) alle anderen Organe vor äußeren Einflüssen (pathogenen Keimen, Austrocknung, Temperatur, Strahlung, mechanischen Verletzungen). Die Hautpflege der Hände zählt zur Grundlage der Händehygiene, da nur gesunde, intakte Haut als Barriere gegen das Eindringen pathogener Keime dienen kann. Als Sinnesorgan (Tastsinn, Temperatur, Schmerz) trägt sie wesentlich zur Auseinandersetzung mit der Umwelt bei; außerdem ist sie ein Indikator für innere Prozesse.

  • Merkmale gesunder Haut: warm, weich und frei von Belägen, rosig bzw. entsprechend der Hautfarbe pigmentiert.


Maßnahmen zur Hautpflege

Die Haut muss ihrerseits auch vor evtl. schädlichen Auswirkungen innerer und äußerer Einflüsse geschützt werden:

  • Versorgung der Hautzellen durch ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr (s. a. Exsikkose)
  • Reinigen von Verschmutzungen und Sekreten durch Waschen etc.
  • Schutz vor Krankheitserregern durch Schutzkleidung und Distanzierung ("non-touch"), Desinfektion nach Kontamination
  • Rückfettung der Haut, z.B. mit Cremes und Ölen
  • Erhalten eines physiologischen pH-Wertes von 5,5
  • Erhalten einer mäßig warmen Hauttemperatur durch Kleidung, Regulation der Umgebungstemperatur, künstliche Kühlung/Wärmequellen direkt am Körper (kalte/warme Umschläge, Wärmflasche etc.). Eine behagliche Hauttemperatur liegt bei ca. 33°C, die Schmerzschwelle liegt bei unter 17°C bzw. über 44°C.
  • Schutz vor mechanischen Verletzungen und Strahlung (UV, Radioaktivität, Röntgen etc.) durch Kleidung, besondere Schutzkleidung, Vermeidungs- und Fluchtverhalten (s. a. Schutzreflex)
  • Behandlung von Hautkrankheiten und Wunden durch Schonung, cutane oder systemische Arzneimittel
  • Auch Hautkontakt über höfliche/zärtliche Gesten und Behandlungen wie Einreibung, Massage etc. zählen zur Hautpflege.

Hautpflegemittel

Bei der Anwendung von Hautpflegemitteln bei der Grundpflege sind individuelle Gewohnheiten zu berücksichtigen (unter Beachtung von Verträglichkeit des jeweiligen Produktes). Ist das gewünschte Produkt allerdings ungeeignet (z.B. eine zu wässrige Lotion bei sehr trockener Haut), sollte man Alternativen anbieten. Auch enthalten viele herkömmliche Hautpflegeprodukte Schadstoffe wie Formaldehydabspalter (unter den Inhaltsstoffen deklariert als z.B. Imidazolidinyl-Urea) oder PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen. Der Preis allein bietet keinen Hinweis auf die Qualität des Produktes, oft sind preisgünstige Cremes und Lotionen besser geeignet als teure (Hinweise dazu z.B. in den Testberichten von Öko-Test Jahrbuch Kosmetik 2008).

In vielen Einrichtungen werden pauschal Babyhautpflegeprodukte angewendet. Der Einsatz dieser Mittel bei Erwachsenen sollte kritisch überdacht werden.

Kosmetische Aspekte

Das Aussehen der Haut, ihr Geruch und ihre Textur machen einen großen Teil unseres Erscheinungsbildes aus. Da es als attraktiv gilt, möglichst jugendlich und gesund zu erscheinen, gibt es auch viele kosmetische Produkte, die vermeintliche "Schönheitsfehler" oberflächlich korrigieren sollen:

  • Mit dekorativer Kosmetik ("Schminke") werden u.a. farbliche Hautveränderungen kaschiert und Gesichtspartien betont, um z.B. dem gängigen Schönheitsideal (Kindchenschema) zu entsprechen. Bei bestimmten Hautkrankheiten oder -erscheinungen (z.B. Akne, Feuermale, Couperose) trägt die Abdeckung (Camouflage) der entsprechenden Stellen zum Wohlbefinden bei.
  • Duftstoffe in den meisten Pflegemitteln dienen in erster Linie dem Kaufanreiz, überdecken körpereigene Gerüche aber kaum, der Duft verflüchtigt sich meist nach kürzester Zeit.
  • Eine gängige Marketingstrategie in der Kosmetikindustrie ist die Pseudo-Behandlung vermeintlicher Schönheitsfehler wie Falten, Cellulite etc.


Weblinks

Die Hautflora, WDR, Quarks&Co, 2004

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