Romanushaus

Aus Familienwortschatz

erbaut wurde das romanushaus zwischen 1701 und 1704 durch den amtierenden bürgermeister franz conrad romanus. als offensichtlicher günstling des kurfürsten friedrich august I. verhalf dieser romanus 1701 ins amt. romanus selber war ein studierter jurist, welcher 1692 das examen machte.


romanus ergriff die initiative und schaffte mißstände ab. so ging die anlage einer straßenbeleuchtung, der bau einer kanalisation, die pflasterung von hauptstraßen, die einrichtung eines sänftentragedienstes, einer armenordnung sowie des almosenamtes auf sein konto. auch die besoldung der ratsherren im verlauf der amtszeit von 200 bis 1704 auf 500 taler verdankten die erlauchten herren ihrem bürgermeister. romanus verschuldete sich nach 1704 durch eine investition von 150000 taler. der rücktritt folgte unmittelbar wegen gemachter finanzmanipulationen und mündete 1705 in die inhaftierung auf der festung königstein.


das romanushaus behielt nach dem konkursverfahren romanus' frau christina. romanus selber verblieb nach ablehnung eines gnadengesuches 1733 bis zu seinem tode 1746 in haft. nach mehreren besitzerwechseln sowie einem namenswechsel wurde das romanushaus durch den architekten otto paul burghardt von grund auf neu gemacht. Romanushaus


das romanushaus ist ein barockes bauwerk, was man deutlich an üppigen rundungen, ausladenden formen und prunkvoller gestaltung erkennt. barock meint inhaltlich "absonderlich, regelwidrig" und kommt ursprünglich aus dem portugiesischem. andere bekannte barocke bauwerke sind u.a. schloss versaille, schloß belvedere und das winterpalais in sankt petersburg.

Im Romanushaus sitzen heute Unternehmen und Dienstleister. Auch die familienfreund KG, als zentraler Ansprechpartner rund um Familie sitzt im Romanushaus in Leipzig. Sie ist auch gleichzeitig Betreiber des Familienbüro Leipzig.