Das Kompetenzprofil für Gesundheits-und KrankenpflegerInnen besteht aus den vier folgenden Kompetenzbereichen. Es bezieht sich auf das Berufsbild allgemein. Durch Spezialisierung untergliedern sich die Bereich immer weiter. Die Inhalte sind Beispiele und jederzeit erweiterbar.


Persönliche Kompetenz

auch Persönlichkeitskompetenz

  • offen gegenüber Neuem sein
  • sich der eigenen Stärken und Schwächen bewußt sein
  • eigenen Grenzen erkennen und situationsgerecht damit umgehen
  • eine ethische Grundhaltung entwickeln
  • Entscheidungen nach Prioritäten umsetzen
  • flexibel auf sich verändernde Bedingungen reagieren
  • zuverlässig und eigeninitiativ handeln
  • Wissen ständig aktualisieren und erweitern
  • eigene Ideen entwickeln und kreativ umsetzen


Sozialkompetenz

auch soziale Kompetenz

  • berufsgruppenübergreifend und teamorientiert zusammenarbeiten
  • Grundhaltung der Wertschätzung
  • verbale und nonverbale Signale wahrnehmen
  • sich professionell artikulieren
  • PatientInnen wo möglich in Entscheidungen einbeziehen
  • Einfühlungsvermögen und -bereitschaft
  • professionelle Beziehungsgestaltung
  • professionelles Verhältnis zwischen Nähe und Distanz
  • Konflikte erkennen und Lösungsstrategien entwickeln/anbieten
  • mit Kritik aufgeschlossen umgehen (reflektiern, auswerten, korrigieren)
  • konstruktiv Kritik üben


Fachkompetenz

  • fachgerechte Pflege der PatientInnen unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und der aktuellen Lebenssituation
  • Wissen um aktuelle pflegewissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse umsetzen
  • medizinische Anordnungen fachgerecht umsetzen
  • Angehörige und PatientInnen adäquat informieren
  • an der Pflege Beteiligte informieren, beraten und schulen
  • vollständige, korrekte und nachvollziehbare Dokumentation
  • gesetzliche und organisationsbedingte Rahmenvorgaben einhalten/umsetzen
  • ökonomische und ökologische Erfordernisse einbeziehen
  • Wissen über Gesundheitswesen und Finanzierungssystem

Methodenkompetenz

  • Selbstpflegefähigkeit von PatientInnen fördern
  • Anleitung und Delegation
  • komplexe Zusammenhänge durch systematisches Denken erkennen
  • Arbeitsabläufe planen und strukturieren
  • Prioritäten setzen
  • Gesprächsführung
  • Informationen in geeigneter Form weitergeben
  • Qualitätsmanagement
  • Problemlösungsstrategien entwickeln