Als Metabolisches Syndrom wird das gemeinsame Auftreten von Übergewicht (Adipositas), Bluthochdruck (Hypertonie), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und erhöhten Blutfettwerten (Hyperlipidämie) bezeichnet. Da dieses Zusammenwirken am Auftreten von lebensbedrohlichen Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall (Apoplexie) maßgeblich beteiligt ist, wird das metabolische Syndrom auch als "tödliches Quartett" bezeichnet.

Die Adipositas gilt heute als der wichtigste Promator des Metabolischen Syndroms. Das abdominale Fettgewebe (Bauch betreffend) ist hier von entscheidener Bedeutung. Das vizerale Fettgewebe (Eingeweide betreffend)gibt besonders bei Stimulation des sympathischen Nervensystems vermehrt freie Fettsäuren ab.Die Folge ist hierbei eine vermehrte Produktion von VLDL (es entsteht eine (Hyperlipidämie). Doch inwiefern beeinflussen die freien Fettsäuren nun den Fettstoff- und den Kohlenhydratstoffwechsel? Die freien Fettsäuren binden sich an Insulinrezeptoren und vermindern somit deren Ansprechbarkeit auf Insulin. Es gelangt weniger Glucose in die Zellen,es entsteht eine Hyperglykämie. Durch den Insulinmangel in den Zellen findet eine verstärkte Lipolyse in den Zellen statt,welche wieder an das Plasma abgegeben werden. Es entsteht ein Teufelskreis.