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Narbe nach Wechsel einer zementierten Hüft-TEP

Als Hüft-TEP bezeichnet man die Totale Endoprothese des Hüftgelenks.

Eine Hüft-TEP hat im Durchschnitt eine Tragdauer von ~ 10 - 15 Jahren. Nach dieser Zeit wird häufig ein operativer Wechsel mindestens eines Prothesenteils erforderlich.

Indikation

Indikation zur Implantation einer Hüft-TEP sind:

  • Verschleiß des Hüftgelenks, z.B. bei Coxarthrose.
  • Hüftkopfnekrose, z.B. bei Mangeldurchblutung nach Unfall.
  • subkapitale Femurfraktur
  • Trümmerfraktur von Kopf oder Pfanne
  • Fehlstellung des Gelenkes
  • Dysplasie Hüfte mit sekundärer Arthrose

Material

Eine Endoprothese besteht heute meist aus Titan (früher hochlegierter Edelstahl). Die gelenkflächenbildenden Teile (Gleitkomponenten) sind aus Keramik oder Polyäthylen gefertigt. Die Fixierung im Knochen kann

  • direkt (z. B. Schraubpfanne) oder
  • zementiert (z. B. femuraler Prothesenstiel)

erfolgen. Mit dem so genannten Zement ist keine mineralische Substanz, sondern ein Kunststoffkleber gemeint. Dieser wird aus zwei Komponenten angerührt (Polymer). Dabei wird ein Vakuumrührsystem eingesetzt um Lufteinschlüsse zu verhindern, die die Festigkeit beeinträchtigen könnten. Der Knochenzement wird mit hohem Druck maschinell in den Knochenschaft eingepresst und härtet nach dem Einsetzen der Komponenten innerhalb kurzer Zeit (~ 10') hochfest aus. Durch die Temperaturentwicklung gehen die nahegelegenen Osteozyten zugrunde, was als Nachteil für die Integration der Prothese angesehen wird. Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Alterungsbeständigkeit des 'Zements': Im Laufe der Zeit wird er spröde und wird seiner Aufgabe nicht mehr gerecht. Aus diesen Gründen verwendet man heute nur bei osteoporotischem Knochen zementierte Prothesen. Man bedient sich dabei der Hilfsvorstellung, dass der Zement weit zwischen die verbliebenen Knochenbälkchen eindringt und damit eine sichere Kraftübertragung ermöglicht. Der Ingenieur spricht hier vom Prinzip des Substanzschlusses.

Die zementfreien Prothesen wollen die Nachteile des Zements umgehen und arbeiten nach dem Prinzip des Formschlusses (Pressfit). Dazu wird der Knochen passgenau vorbereitet und die Prothesenkomponenten vorsichtig angepresst. Dabei tritt ein grundsätzliches Problem auf: Das rigide Metall ist steifer als das umgebebende Knochengewebe. Daher kommt es während der Kraftübertragung zu kleinsten Verformungsunterschieden von Knochengewebe und Prothese. Dies kann dann der Ausgangspunkt für die gefürchtete Prothesenlockerung sein.

Es gibt verschiedene Methoden, die Integration der Prothese an das Knochengewebe zu unterstützen, z. B. durch Beschichten der Prothesenoberfläche mit Hydroxylapatit (Keramik). Die Osteozyten finden in dem Hydroxylapatit wichtige Aufbaustoffe und bauen die Knochenbälkchen bis an die Hydroxylapatitschicht.

Gründe für das Versagen von Endoprothesen im Laufe der Zeit:

  • technische Gründe:
    • Prothesenbruch (z. B. infolge Überlastung)
    • Zerstörung der Gelenkflächen (z. B. 'Coldflow' bei Polyethylen, Rauhigkeit bei Keramik)
  • biologische Gründe:

Sind nur isolierte Teile der Prothese im Laufe der Zeit schadhaft geworden, z. B. die Gelenkflächen, so lassen sich diese bei einigen Prothesenmodellen einzeln wechseln, ohne dass die Verankerung von Pfanne oder Femurstiel gelöst werden muss.

Pflege

Postoperativ

  1. Lagerung des operierten Beins in leicht abduzierter Stellung, Bettende 30° erhöht, um venösen Rückfluss zu fördern
  2. Unterstützung durch Beinlagerungsschiene, Volkmannschiene, Keilkissen
  3. Rotationsbewegungen nicht erlaubt
  4. Kontrolle auf Hämatombildung
  5. Steckbecken von der gesunden Seite
  6. Schmerzmittel AO
  7. Mobilisation am 2.postoperativen Tag nach Drainagenentfernung, Unterstützung bei der Körperpflege ( Mobi am 1.postoperativentag mit Unterarmgehstützen oder ggf. Toilettenstuhl)
  8. Kontrolle: Vitalzeichen, Wunde, Drainagen, Verbände
  9. Aufstehen über operierte Seite. Erst aufsetzen, wenn möglich ohne Triangel. Dann eine Grundspannung im operierten Bein aufbauen, d.h. Fuß-spitze anziehen und Knie auf das Bett drücken. Dadurch wird das Gelenk durch Muskeln geschützt. Dann das operierte Bein in dieser Stellung ohne Drehung in Richtung Bettkante schieben und darauf achten, dass Oberkörper und das andere Bein gleich mitgehen. Erst wenn Patient richtig auf der Bettkante sitzt das Bein im Kniegelenk knicken.
  10. Luxationsprophylaxe(Oberkörper nicht höher als 45 Grad.Innenrotation vermeiden(Keilkissen jenach KH))

11. Beim Drehen immer ein Kissen zwischen die Beine legen, um Luxation zu vermeiden. (ist auch weniger Schmerzhaft)

Prophylaxen

  1. Thromboseprophylaxe durch anziehen von Anti-Thrombose-Strümpfen (zu beginn nur am nicht operiertem Bein) und Low-dose Heparinisierung (unfraktioniertes bzw. Niedermolekulare Heparine) nach AO
  2. Spitzfussprophylaxe
  3. Pneumonieprophylaxe
  4. Dekubitusprophylaxe

siehe auch

Weblinks


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