Haustiere wie Hunde, Katzen, Singvögel, Zierfische und andere gehören bei vielen Menschen zum Lebensalltag. Werden diese Personen krank, müssen evtl. auch die Haustiere durch Dritte fachgerecht versorgt werden. Sonst wirkt das Wissen um das unversorgte Tier als zusätzlicher Stressor. Kommen die Besitzerinnen oder -er ins Krankenhaus oder auf Dauer ins Pflegeheim, müssen sie sich sehr oft von ihren "Lieblingen" trennen. Der Verlust des Tieres hat durchaus schwere Trauerreaktionen zur Folge und bringt den Alltagsrhythmus der HundebesitzerInnen total durcheinander.

Nina Kolbe stellte in ihrer Arbeit vor allem englischsprachige Arbeiten vor. Inzwischen sind einige Texte auch im deutschsprachigen Raum dazu veröffentlicht worden.

Der unten genannte Film von Jana Matthes und Andrea Schramm fragt, warum manche Menschen für ihr Tier den letzten Cent ausgeben und was sie dafür von ihnen zurück bekommen: Geselligkeit, Zuhören, Wärme.

Susanne Graf leitete aus ihrer Untersuchung vier Empfehlungen für die Pflegepraxis ab:

  1. die Haustierhaltung als Faktor des «guten Alterns» anzuerkennen und zu unterstützen,
  2. das Haustier als Teil der Umgebung und als dem Patienten «angehörig» zu akzeptieren und in die Pflege miteinzubeziehen,
  3. die TierhalterInnen anzuregen, die Zukunft des Tieres zu planen.
  4. die Trennung vom Tier verlangt eine gezielte pflegerisch-therapeutische Behandlung, damit der Verlust verarbeitet werden kann.

Bei Pflegewiki

Weblinks

Weiterführende Artikel bei Wikipedia:

Literatur

  • Susanne Graf: Betagte Menschen und ihre Haustiere. Förderliche und problematische Aspekte der Haustierhaltung und Implikationen für die (Kranken-)Pflege: Eine beschreibende Untersuchung. 1999
  • KDA (Hrsg.): Tiere öffnen Welten. Ideen - Projekte - Leitlinien zum fachgerechten Einsatz von Hunden, Katzen und Kaninchen in der Altenhilfe. In der Reihe: vorgestellt, Band 75 Köln: KDA, 2007. 150 Seiten. ISBN 978-3-935299-99-0

Film

  • Jana Matthes, Andrea Schramm: Alles für die Tiere. 37 Grad: Frauchens letzter Cent. Arme Menschen und ihre Haustiere. Fernsehdokumentation, Erstsendung 19. Dez. 2006.

Siehe auch

en:activities of daily living