Das Schmerzgedächtnis

Definition:

Das Schmerzgedächtnis vergleicht den akuten Schmerz mit gespeicherten Schmerzerfahrungen und nimmt daraufhin eine Bewertung vor.


Entstehung:

Wenn Schmerzen auf Dauer unbehandelt bleiben,werden sie chronisch. Auf Grund des ständigen Setzens eines Schmerzreizes kommt es dazu, dass die Schmerzen immer stärker werden. Bleiben die Schmerzen weiterhin unbehandelt führt dies dazu, dass man mit der Zeit auch Schmerzen wahrnimmt, ohne überhaupt einen Schmerzreiz zu setzen. So werden aus akuten, chronische Schmerzen.

Schmerzrezeptoren (sogenannte Nozizeptoren) nehmen Reize wahr und leiten diese über das Rückenmark weiter. In den Nervenzellen des Rückenmarks entscheidet sich, ob es zu einer Chronifizierung kommt. Über bestimmte Rezeptoren und Ionenkanälen an den Nervenzellen werden akute Schmerzreize dem Gehirn weitergeleitet. Lang anhaltende oder auch besonders starke Schmerzen verändern die Nervenzellen. Es entstehen Ionenkanäle und Rezeptoren, welche bereits bei sehr schwachen Reizen oder auch ohne Reize ein Schmerzsignal an das Gehirn weiterleiten. Das nennt man dann Schmerzgedächtnis.

Quellen:

http://www.medizinfo.de/schmerz/chgedaechtnis.htm

w: http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzgedächtnis

Weitere Artikel siehe:

Schmerztagebuch

Wong Baker Skala

Echelle comportementale de douleur pour personnes ágées

Enzephalitis

Schmerzarmes Krankenhaus