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Urinflasche am Bett

Die Urinflasche - auch Harnflasche oder "Ente" genannt - wird vor allem für bettlägerige Patienten oder solche, die zB. nach Operationen nicht aufstehen dürfen, benötigt.

Die Urinflasche wird vor allem bei männliche Patienten eingesetzt, zwar gibt es auch Urinflaschen für Frauen, diese sind (zumindest in Österreich) kaum in Verwendung. Urinflaschen werden häufig auf chirurgischen Stationen genutzt, um postoperativ nach Entfernung eines Dauerkatheters (Blasenverweilkatheters) zu überprüfen, ob Spontanharn möglich ist.

Die Urinflasche ist oft mit einem Deckel schließbar und hat eine Skalierung, um die urinierte Menge abzulesen. Die Urinmenge ist zu dokumentieren.


In der Altenpflege wird sie häufig bei bettlägrigen Männern über Nacht mithilfe eines Drahtgestells an das Bettgitter bereit gehangen, sodass kontinente Männer durchaus selbstständig ausscheiden können. Bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit der Arme, kann die Urinflasche ebenso in Rückenlage an das männliche Geschlecht angelegt werden. Die Nutzung der Urinflasche ist jedoch bei einem zu kleinen Penis problematisch, da dieser im Liegen eben nicht sicher in die Urinflasche eingeführt werden kann. Vorteilhaft ist jedoch das natürliche Gefühl der Ausscheidung. Die Lebensqualität und das Selbstwertgefühl ist durch das Nicht-Nutzen einer Windel wesentlich erhöht. Der natürliche Mechanismus bleibt erhalten, somit der Selbstschutz gegenüber Krankheiten, viele Risiken wie Harnwegsinfektionen bei Katheter oder Dekubitus und Pilzinfektion bei Inkontinenzmaterial sind ausgeschlossen.

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