Bachelor

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Bachelor (englisch) oder deutsch Bakkalaureus ist seit dem 13. Jahrhundert der erste zu erwerbende akademische Grad. Zuerst an der Pariser Sorbonne verliehen.

Im Rahmen des Bologna Prozess wird der Bachelor EU weit eingeführt und löst die an den deutschen Unis gebräuchlichen Diplom, Magister und Staatsexamina weitgehend ab. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, kann aber auch länger sein. Grundsätzlich sollen im Rahmen des Bologna Prozess die Leistungen der Studierenden vergleichbar gemacht werden. Dazu wurde das European Credit Transfer System (ECTS) geschaffen. Es wird geschätzt, wie groß der Zeitaufwand der Studierenden ist, um die nötigen Leistungen für einen Teilbereich des Studiums zu erbringen. Sechs Monate lang 30 Stunden/Woche zu studieren soll 30 Punkten im ETCS entsprechen. Auf der Basis lassen sich sehr unterschiedliche Studienkonzepte denken:

  • Einer Vorlesung hören: 3 Monate, 2 Stunden pro Woche im Hörsaal, 1 Stunde pro Woche Vor- und Nachbereitung - möglicherweise 2 Punkte im ETCS
  • Teilnahme an einer sechs-tägigen Exkursion: 8 Stunden Studienzeit pro Tag - möglicherweise 4 Punkte im ETCS
  • Ein ausgearbeiteter Fernstudiumskurs: Das Durcharbeiten der Studienbriefe und die Hausarbeiten benötigen 3 Stunden pro Tag - möglicherweise 30 Punkte im ECTS

Die Regelungen im Bologna Prozess überlassen es den Unis ob sie zum Erreichen des Titels eine Abschlussarbeit oder etwa eine Prüfung verlangen. Es ist auch möglich auf der Basis der Bewertung der kontinuierlich erbrachten Leistungen auf eine gesonderte Studienleistung zum Abschluss zu verzichten.

Mögliche Schreibweisen:

Die Studienberatung der Open University (GB) sieht BA und BSc als gleichwertig an und lässt den AbsolventInnen die Wahl.

In der Regel ist ein BA/BSc (oder ein Diplom) die Voraussetzung zur Zulassung zu einem Masterstudiengang (MA)

Einführung in Deutschland

Auch 2009 wird die öffentliche Debatte um den Bachelor dominiert von zwei Themen:

  • Flächendeckend wird kritisiert, dass die Fachbereiche Studienordnungen schreiben, die den Eindruck machen die Inhalte der (in der Regel acht semestrigen Diplomstudiengänge) würden in die sechs Semester bis zum BA gezwängt. Häufig werden auch Seminare als Basis- und Aufbaukurse miteinander verkettet. Es bleibe kaum Zeit und auch nur wenig Auswahl für die Studierenden, wenn sie wie gefordert in sechs Semestern den Abschluss erreichen wollen.
  • Ein Ziel im Bologna Prozess ist, die Studienleistungen vergleichbar zu machen, um den Austausch zwischen den europäischen Unis zu erleichtern. Studienordnungen, die eine Vielzahl von Pflichtkursen voraussetzen, laufen dem zu wider. Es gebe statistische Belege, dass die Bereitschaft deutscher Studierender zeitweise an andere Unis zu gehen, deutlich abgenommen habe.
  • In GB wird der BA/BSc von vielen Arbeitgebern vor allem als Nachweis der Fähigkeit verstanden, wissenschaftlich arbeiten zu können. Dort kann jemand mit einem BA in Geographie in die Arbeit mit straffälligen Jugendlichen einsteigen. Auch ist die Zulassung zu einem Masterstudiengang nicht auf Menschen beschränkt, die im gleichen Fach den BA erreichten. Solche Offenheit ist dem Wissenschaftsbetrieb in Deutschland fremd.

KSFH München 2010

Die Katholische Stiftungsfachhochschule München (KSFH) hatmit einer neuen Stiftungsprofessur „Gerontologische Pflege“ den neuen Studiengang „Pflege dual“ eingerichtet. Die Stiftungsprofessur wird von der Luise-Kraft-Stiftung mit 500.000 Euro und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit 50.000 Euro finanziert. Erster Professor wurde der Heidelberger Bern Reuschenbach. Mit dem neuen Baachelorstudiengang „Pflege dual“, der im laufenden Wintersemester erstmals angeboten wird, können Studierende das akademische Studium mit einer beruflichen Ausbildung in einem Pflegeberuf verknüpfen. Der Studiengang solle das Berufsfeld der Altenpflege attraktiver machen.

Weblinks

Siehe auch

==Weblinks==