Philosophie (griech.: Liebe zur Weisheit oder die Freude am Denken, Erforschen). Daraus wurde die Bezeichnung für die gesamte Wissenschaft. Über Jahrhunderte war Philosophie neben Medizin und Jura Kernbestand der Universitäten - Theologie aber die Mutter aller Wissenschaften. Erst in der Neuzeit spaltet sich das Universitätsfach P. wieder auf in Geschichts-, Sprach- und Literaturwissenschaften, u. a.

Definition

Zwei Herangehensweisen zur Definition sind vorstellbar:

  • Historisch beschreibend, welche Themen "Philosophen" bearbeitet haben.
  • Individualisierend die Frage stellen, was will ich über meine Existenz wissen.


Zum Weg 1:

Zum Beispiel beginnend in der Antike mit Pythagoras von Samos, dem die Einführung des Begriffes „Philosophie“ zugeschrieben wird. Wichtige allseits anerkannte Philosophien sind: Aristoteles, Platon, Thomas von Aquin, Schelling, Hegel, Kierkegaard, Schopenhauer, Kant, Jean Paul Sartre und im 20. Jhdt. im deutschsprachigen Raum Edmund Husserl, Martin Heidegger, H G Gadamer, Georg Picht, Habermas. Ihre Themen: Ontologie, Ethik


Zum Weg 2:

Zunächst einmal besteht der Nutzen des Philosophierens in der Schulung des Denkens und des Argumentierens, denn sowohl in methodischer Hinsicht als auch im sprachlichen Ausdruck werden strenge Anforderungen an die Philosophierenden gestellt. Desweiteren lernt man durch die Beschäftigung mit der Philosophie die gegenwärtigen und vergangenen philosophischen Probleme und Debatten kennen. es erweitert also das historische Wissen.


Pflege und Philosophie

Das Problem der Philosophie ist, dass der pflegebedürftige Mensch als solcher nicht vorkommt. Die Pflegewissenschaft als junge Disziplin kann ohne Erkenntnisse von anderen Wissenschaften nicht existieren. Insofern kann man sagen, dass beide Disziplinen sich ergänzen und einander inspirieren sollten. Martin Schnell plädiert daher (Lit.: Schnell 2002)

für einen Dialog zwischen den beiden Disziplinen.

siehe auch: Pflegephilosophie


Firmenphilosophie

Hat mit Philosophie nichts zu tun. Ist Werbung. Nur gleiches Wort benutzt. Unternehmen ...

Viele Krankenhäuser unterhalten ein Leitbild.


siehe auch


Literatur

  • Martin Schnell (Hrsg.) (2002): "Pflege und Philosophie - Interdisziplinäre Studien über den bedürftigen Menschen", Verlag Hans Huber, ISBN 3-456-836767
  • Arno Anzenbacher: Einführung in die Philosophie. 10. Aufl. Herder, Freiburg i.Br. u.a. 2004, ISBN 3-451-27851-0 (Solide Einführung, die historische und systematische Aspekte verbindet)
  • Reinhard Brandt: Philosophie. Eine Einführung. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-018137-2 (Philosophisches Selberdenken auf Grundlage historischer Texte)
  • Rafael Ferber: Philosophische Grundbegriffe. 2 Bde. Beck, München 2003, ISBN 3-406-45654-5 (Einführung in die zentralen Begriffe der Philosophie wie z.B. Wahrheit, Sein)
  • Ekkehard Martens, Herbert Schnädelbach (Hrsg.): Philosophie. Ein Grundkurs. 2 Bde. 7. Aufl. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2003. ISBN: 3-499-55457-7, ISBN 3-499-55457-7 (Systematische Einführung, nicht immer einfach)
  • Thomas Nagel: Was bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie. Nachdr. Reclam, Stuttgart 2002, ISBN 3-15-008637-X (Kurze, dichte Einführung anhand philosophischer Alltagsprobleme: Sinn des Lebens, Gerechtigkeit usw.)
  • Kurt Wuchterl: Lehrbuch der Philosophie. Probleme - Grundbegriffe - Einsichten. 5. Aufl. Haupt, Bern u.a. 1998, ISBN 3-258-05718-4 , ISBN 3-8252-1320-X (Solide, problemorientierte, knappe Einführungen in wichtige Felder der Philosophie)
  • Schnell, Martin W. (Hrsg.): "Pflege und Philosophie. Interdisziplinäre Studien über den bedürftigen Menschen", Hans-Huber-Verlag 2002, ISBN 3456836767

Podcast verfügbar

Podcast verfügbar!
Zu diesem Thema können Sie sich die Podcast-Sendung "Martin Schnell (2005): "Bedeutung der Philosophie und Ethik für die Pflege"" (mp3) anhören.


Weblinks

  • Raffaels "Philosophenschule von Athen" in der Stanza della Segnatura des Vatikan. Das berühmte Wandgemälde und Erklärungen von Hans Zimmermann dazu. Sie gibt uns ein Panorama der um 1500 n.Chr. als maßgeblich angesehenen Wissenschaftler und Philosophen der Antike und der durch das ganze Mittelalter bis zur Renaissance hin wirkenden Tradition. Die wichtigsten Figuren sind uns durch Vasaris Biographien und kunstgeschichtliche Erinnerungen an die Renaissance bekannt. In diesem fiktiven Forum gab es keine Zensur durch die Kirche. Das wurde als Grundlage der Wissenschaft angesehen. Das Bild ist Teil eines Serie, die neben der „Schule von Athen", den „Parnass“ , die „Disputa" und die „Kardinals- und Gottestugenden und das Gesetz" darstellt.
    • Die Schule von Athen: „Das Fresco verherrlicht im Sinne der Renaissance das antike Denken als Ursprung der europäischen Kultur, ihrer Philosophie und Wissenschaften.“



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