Das spezifische Gewicht wird mit einem Urometer und einem Meßzylinder gemessen.

Beim Messen des spezifischen Gewichtes des Urins ist unbedingt darauf zu achten, daß die auf dem Urometer angegebene Meßtemperatur berücksichtigt wird. Das spezifische Gewicht ist ein Hinweis auf die Dichte eines Stoffes. Diese Dichte wiederum ist abhängig von der Temperatur. Eine Flüssigkeitsmenge braucht also bei höherer Temperatur mehr Platz, die Dichte wird somit kleiner und das spezifische Gewicht geringer. Deshalb muß darauf geachtet werden, auf welche Temperatur das Urometer geeicht ist (meist 15 Grad Celsius).

  • je 3 Grad Celsius Harntemperatur über der Eichtemperatur, muß ein Teilstrich dazugezählt werden.
  • je 3 Grad Celsius Harntemperatur unter der Eichtemperatur, muß ein Teilstrich abgezogen werden.
  • 1015 bis 1025: ist normal
  • Unter 1015 (Hyposthenurie)
    • forcierte Diurese
    • Hypertonie
    • hohe Flüssigkeitsaufnahme
    • herabgesetzte Konzentrationsfähigkeit der Nieren
    • Diabetes insipidus
  • ständig gleichbleibend tief 1008-1012 (Isosthenurie)
    • Niereninsuffizienz

Korrekterweise müßte das spezifische Gewicht zum Beispiel mit 1,015 angegeben werden, doch hat sich beim Urinmessen die Schreibweise 1015 eingebürgert.