Das Steißbein (lat.: Os coccygis) bildet kaudal den letzten Abschnitt der Wirbelsäule und schließt an das Kreuzbein an.

Es besteht aus drei bis fünf Steißwirbeln, die knorpelig miteinander verwachsen sind (Synchondrose). Diese knorpeligen Verbindungen verknöchern i. d. R. bis zum Ende der 3. Lebensdekade, so dass sich das Steißbein als ein Knochen darstellt. Zwischen dem 1. und 2. Steißwirbel kann eine gelenkige Verbindung bestehen bleiben, die eine Beweglichkeit des Steißbeins auch dann noch ermöglicht, wenn der 1. Steißwirbel mit dem Kreuzbein knöchern verbunden ist.

Das Steißbein gilt als Überbleibsel der Schwanzwirbel, die sich beim Menschen im Laufe der Evolution zurück gebildet haben. Es ist Ansatzpunkt für verschiedene Muskeln und Bänder des Beckens. Während der Geburt drückt der Fetus das Steißbein nach dorsal und vergrößert dadurch den Beckendurchmesser, so dass der Geburtskanal erweitert wird.