Aspekte der Drogenabhängigkeit

Greift ein Mensch aus welchen Gründen auch immer, zur Droge, so ist der soziale Abstieg vorprogrammiert. Kriminalistisch gesehen: Bei zahlreichen Ermittlungsverfahren konnten frappierende Übereinstimmungen der Drogenkarrieren festgestellt werden. Zu Beginn bekommt man den Stoff vom guten Freund ohne jede Gegenleistung. Plötzlich aber, wenn der Körper mehr und höhere Dosen verlangt, wird man zur Kasse gebeten. Ersparnisse wenn vorhanden, sind schnell aufgebraucht. Um Geld für neuen Stoff zu besorgen, werden eigene Wertgegenstände verkauft oder versetzt - selbst solche , die bisher für den Betroffenen große Bedeutung hatten. Ist auch diese Quelle erschöpft, folgt in der Regel der Griff in die Brieftasche von Angehörigen. Dieser Vertrauensbruch führt naturgemäß zu einer schweren Krise im Familienkreis. Doch der Abhängige entfernt sich ohnehin innerlich mehr und mehr von Angehörigen und Bekannten. Vertrauensbruch und negativer Persönlichkeitswandel tun das ihre. Ausbildung oder Beruf sind spätestens in diesem Stadium bedeutungslos. Alltäglichen Belastungen ist der Abhängige nicht mehr gewachsen, jeder Leistungswille ist dahin. Was bleibt ist die Sucht. Spätestens jetzt begibt sich der Abhängige in die Subkultur Gleichgesinnter. Dem Wandel der Wertvorstellungen folgt der allmähliche Abbau der Hemmschwelle gegenüber Straftaten, die eine Beschaffung von Drogen ermöglichen. Die Auswahl der Mittel ist vielfältig:

  • Diebstahl
  • Raub
  • Erpressung
  • Diebstähle und Fälschungen von Rezeptformularen
  • Prostitution