Allgemeines

Tabak gehört zu den gesellschaftlich tolerierten Drogen. Viele Kampagnen im In- und Ausland bemühen sich mit Hilfe verschiedenster Ansätze um die Abstinenz vom Tabakkonsum. Selbst die Unterhaltungsbranche verzichtet z.B. in Filmen auf den cool rauchenden Helden.

Aber die von der Tabakindustrie betriebenen Kampagnen für das Rauchen übersteigen die Möglichkeiten von Aufklärungsorganisationen bei weitem. Da wird das Tabakrauchen in millionenschweren Werbekampagnen mit allerlei positiven Assoziationen verknüpft: Freiheit, Unabhängigkeit, Selbständigkeit, Reife, ja sogar Jugend und Gesundheit(!). Gleichzeitig wird jede gesundheitsschädigende Wirkung geleugnet. Besonders perfide ist die Verknüpfung des Rauchens mit dem Begriff der Freiheit, da der Tabakkonsum zu einer Abhängigkeit führt, also von Freiheit gar keine Rede sein kann.

Immerhin sank 1992 der Zigarettenkonsum in Deutschland mit 131,2 Milliarden Zigaretten um 10%. Und das Rauchverhalten hat sich gewandelt. Die Zahl der Nie- und Ex-Raucher ist gestiegen, die Zahl der stark rauchenden Frauen aber ebenfalls.

Schädigende Wirkung

Die Gefahren durch das Rauchen sind jedem bewusst, werden aber verdrängt. Die vielen Milliarden (1993: 20 Milliarden DM) an Steuereinnahmen durch Tabakkonsum reichen nach Meinung von Experten für die Behandlung der Folgeerkrankungen nicht aus.

Für den Raucher bestehen multiple Risiken:

Abhängigkeit

Der Raucher wird einen Vergleich mit einem Fixer weit von sich weisen. Dennoch entstehen auch bei ihm vielfach z.B. Nervosität, Missstimmung oder Aggressivität, wenn eine gewisse Zeit lang nicht geraucht worden ist oder die nächste Zigarette nicht in erreichbarer Nähe ist.

Passivrauchen

Fehlt noch...

Nach dem Rauchen

Ein oft beschriebener Effekt der Aufgabe des Rauchens ist die Gewichtszunahme. Diese hat mehrere Gründe.

  • Es wird nach einer alternativen oralen Befriedigung gesucht; etwas anderem das man sich in den Mund stecken kann.
  • Nach und nach kehrt der Geschmackssinn wieder zurück und die Leute merken nach langer Zeit wieder wie gut das Essen schmecken kann.
  • Der Körper verbraucht beim Abbau des Nikotins Kalorien, die jetzt für anderes zur Verfügung stehen.
  • Das Nikotin regt die Verdauung an und beschleunigt die Magen-Darm-Passage, wodurch dem Körper nicht genug Zeit bleibt um alle Nährstoffe zu resorbieren. Dieser Effekt fällt nun weg, und die Nahrung kann wieder vollständig verdaut werden.

Es ist aber klar, dass die positiven Effekte der Aufgabe des Rauchens überwiegen.

  • Deutlich verbessertes Allgemeinbefinden
  • Gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit
    • Kraft
    • Ausdauer
  • Bessere Konzentrations- und Merkfähigkeit
  • Verringertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Verringertes Krebsrisiko
  • Höhere gesellschaftliche Aktzeptanz

Viele Ex-Raucher berichten auch von einer Stärkung ihres Selbstwertgefühls, nachdem sie sich überwunden und das Rauchen aufgegeben haben. Dies ist eine Einsicht in die Erkenntnis das man vorher eigentlich keine Kontrolle mehr über das Rauchen hatte. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Kostenersparnis.




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