Team

Begriffsbestimmung

  • Team = Gruppe von Menschen, die gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten;
  • Teamwork = Gruppenarbeit,
    • betriebswirtschaftlich: Form der Arbeitsorganisation, bei der gezielt Gruppen gebildet werden, um Fähigkeiten zu bündeln und die sozialen Bedürfnisse der MitarbeiterInnen besser zu berücksichtigen
    • pädagogisch: Form der Zusammenarbeit z.B. im Unterricht, in der Jugendarbeit
T = Transparenz der Informationen und der Status der erledigten oder noch zu erledigenden Arbeiten
E = Emotionale Bindung der Mitglieder - von Akzeptanz über Respekt bis vielleicht zu Sympathie
A = Arbeitstechnik. Die Mitglieder koordinieren Termine, Vorgehensweisen und realisieren Synergieeffekte
M = Motivation, denn es gibt ein gemeinsames Ziel, das für alle Mitglieder eine Sog/Zugwirkung hat


Richtig eingesetzte und geführte Teams haben Erfolge durch einzigartige Arbeitsmöglichkeiten:

  • kollektive Intelligenz (viele wissen mehr als einer allein)
  • Synergien (Fähigkeiten werden gebündelt)
  • adaptive Kapazität (schnelle Aufstockung der Mitarbeiterzahl)
  • Motivationseffekte (zusammen macht es mehr Spaß)


Barrieren der erfolgreichen Teamarbeit

  1. falsche Teamzusammensetzung:
    • z.B. wenn routinemäßig entschieden wird welche Abteilung gewisse Aufgaben übernimmt oder wer ins Team aufgenommen wird.
    • Günstig ist Zusammensetzung mit je 1 Person aus einer Typologie wie z.B. Kopfmensch, Einfühlungsmensch, Kreativer, Realist, Ruhepool, Macher.
    • Siehe auch Teamwork/Denktypentest, Teambeschaffenheit/Menschentypentest
  2. politische Ränkespiele:
    • wenn die Mitglieder sich nicht frei ihren Aufgaben widmen können, sondern nach außen Zwängen unterliegen und sich in erster Linie repräsentieren müssen
  3. Team als Bremse:
    • wenn Einzelne das Gefühl haben, dass sie ihr Potential nicht entfalten können, dass sich der Teamapparat zu mühsam bewegt
  4. das Team als großer Gleichmacher:
    • wenn z.B. (ungeschriebene) Regeln vorherrschen, die es einzelnen nicht erlauben quer zu denken, unbequem oder anders zu sein, die Höchstleistungen abwürgen.

Teams erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn sie in einem Umfeld arbeiten, in dem jeder, selbst der Talentierteste, in einer Weise über sich hinauswachsen kann, wie ihm das normalerweise und außerhalb des Teams nicht möglich wäre.


Die sieben Prinzipien erfolgreichen Teamleitung

  1. denken Sie visionär (alle Mitglieder sollen einen tieferen Sinn in ihrer Zusammenarbeit erkennen)
  2. überwinden Sie hinderliche Traditionen
  3. brechen sie eingefahrene Bahnen auf (gelegentlich durch ExpertInnen von außen wie SupervisorInnen)
  4. setzen Sie ein demokratisches Vorbild
  5. lernen Sie Ihre Teammitglieder persönlich kennen (jeder Mensch ist ein Individuum)
  6. belohnen Sie richtig (z.B. wenn Mitglieder erst dem Team und erst in zweiter Linie sich selbst dienen)
  7. führen sie mit Werten (als ideale Eigenschaften gelten der Reihenfolge nach: Ehrlichkeit, visionäres Denken, Inspirationsfähigkeit, Kompetenz, Fairness, Hilfsbereitschaft, mentale Offenheit und Flexibilität, Intelligenz)


Die 8 Basisregeln für eine erfolgreiche Teamleitung

§ 1 genau zuhören, dann erst reden
§ 2 konstruktive Kritik äußern
§ 3 hart in der Sache sein, und fair, aber weich zur Person
§ 4 Konsens suchen, nie ein Teammitglied runterbügeln, erst recht nicht vor anderen
§ 5 offen mit allen Informationen umgehen - diese sind eine Bring- und Holschuld
§ 6 Entscheidungen oder Stand der Dinge immer visualisieren
§ 7 gemeinsam mit Team einen Aktionsplan erstellen und ihn stets aktualisieren
§ 8 rechtzeitig und gemeinsam planen, wie Erfolg gefeiert werden soll


Umgang mit Einzelleistern und Individualisten

"Tüftler", "Freiheitsliebende" und "inoffizielle Leiter" arbeiten gern als Einzelleister an ihren Aufgaben, während "Künstler", "Rebellen" und "Eigenbrötler" viel Wert auf Andersartigkeit legen. Alle sind sehr wertvoll für das Team. Geben Sie Ihnen möglichst viel Freiraum; machen Sie aber, falls nötig, die Prioritäten deutlich. Lassen Sie das Team verbindliche Spielregeln entwickeln.