Die eigentliche und bekannte Waldorfpädagogik geht auf die anthroposophischen Theorien und Lehren von Rudolf Steiner zurück.


Was steckt hinter der Waldorfschule?

  • Waldorfschulen sind Gesamtschulen an denen Kinder gemeinsam von der 1. bis zur 12. Klasse lernen. Die erste Waldorfschule wurde von Rudolf Steiner gegründet. Damals im Jahre 1919 hieß das für etgegen der sozialen Herkunft, des Stati der Eltern oder des Leistungsniveaus der Schüler, wurden in dieser Schule alle aufgenommen und unterrichtet.
  • In der Waldorfschule bleibt prinzipiell nie ein Schüler sitzen! Damit unterscheidet sich die Waldorfschule grundlegend vom staatlichen Schulsystem, dass das Sitzen bleiben als Konsequenz für das (dauerhafte) nichterbringen einer geforderten Leistung mit sich bringt.
  • Die Benotung ist wie das Prinzip der Auslese der SchülerInnen abgeschafft. Das Notensystem ist ersetzt mit inhaltlichen und verbalen Beurteilungen der ErzieherInnen und LehrerInnen. Die Waldorfschulen haben mit der Auslese auch das übliche Zensurensystem abgeschafft. Waldorfschulen sind staatlich anerkannte Ersatzschulen, die prinzipiell sofern Plätze vorhanden jeden aufnehmen.

Der Lehrplan in der Waldorfschule

  • Im Waldorfschullehrplan steht das Erfassen, Verstehen, Berühren und Erleben von Sachen und Dingen an 1. Stelle.
  • Der Unterricht ist auf die Prozesse des kindlichen Lernens sowie der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit abgestimmt. Sachbezogener, künstlerischer, bildhafter, wissenschaftlicher Unterricht und Epochenunterricht bilden den Kern der typischen Schulfächer und sind mit entsprechenden Lerninhalten gefüllt.
  • Das Ziel ist es in jedem Fall die Welt in der Gänze darzustellen und den SchülerInnen Raum zu lassen für die Entwicklung der eigenen Urteilskraft. Ab dem 14. Lebensjahr (Oberstufe) ist es Kern der Waldorfpädagogik die Lebensfragen, die sich stellen und den Lernstoff des Unterrichts verbindend darzustellen. Die SchülerInnen sollen sich wissenschaftlich vertiefend mit Themen und Aufgaben beschäftigen können und den Dingen auf den Grund gehen. Antworten und Lösungen ergeben sich da fast wie von selbst.

Der Mensch in der Waldorfpädagogik

  • Jeweils 7 Jahre ist der Mensch in einer Phase und ganze 4 Phasen durchlebt er:

1. Phase

  • Der physische Leib und die Sinne entwickeln sich.

2. Phase

  • Der 'ätherische Leib' entwickelt sich.

3. Phase

  • Der 'Astralleib' entwickelt sich.

4. Phase

  • Die 'Veredelung' des Körpers und des Geistes beginnt durch Selbsterziehung!


Die Bildung in der Waldorfpädagogik

1. Phase

  • im Kindertagesstättenalter von 9 Wochen bis Schuleintritt zeichnet sich die Waldorfpädagogik durch eine starke Rhythmisierung aus. Das Kind lernt nach Auffassung durch Nachahmung und damit auch vor allem durch die Wiederholung.

2. Phase

  • Es ist an der Zeit den Geist zu füttern! Mit seelischen Denk-, Lern- und Gedächtnisaufgaben wird den Kindern die Welt durch Beispiele, Bilder und Phantasiespielchen zugänglich gemacht.

3. Phase

  • Die Wahrheit und die Wahrhaftigkeit der Welt gilt es zu erfassen und zu begreifen. Körper und Geist sind nun reif für intellektuelle Entwicklung und der Unterricht orientiert sich an der Sachlichkeit.

4. Phase

  • Die WaldorfschülerInnen sind Absolventen und bereit für's Leben. Das Ego ist entwickelt, der Geist hat sich entfaltet, der Körper ist gestärkt durch durchlebte Kinderkrankheiten und die Selbsterziehung beginnt.