Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement konkret?

Betriebliches Gesundheitsmanagement umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten am Arbeitsplatz verbessern wollen. Betriebliches Gesundheitsmanagement bezieht dabei nicht nur die innerbetrieblichen Verhältnisse ein, sondern auch das Verhalten sämtlicher in die Betriebsprozesse eingebundenen Personen.

Erreicht werden kann das durch eine Verknüpfung unterschiedlicher Ansätze:

Quelle: Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU, 1997

Wie wird Betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt?

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird in Form eines Projektes in Ihr Unternehmen eingeführt. Bei Projektbeginn formulieren wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Ziele und stimmen die passenden Maßnahmen mit Ihnen ab. Nach Projektabschluss sollte die BGM in Ihre Unternehmensorganisation integriert werden. Wichtig ist, dass Gesundheit als Teil Ihrer Unternehmenspolitik und -kultur verstanden wird.

Die Maßnahmen zur BGM umfassen alle Dimensionen menschlicher Gesundheit und räumen Verhaltens- und Verhältnisprävention einen gleich hohen Stellenwert ein. Die Verhaltensprävention bezieht sich auf die Veränderung gesundheitsgefährdender Gewohnheiten. Bei der Verhältnisprävention werden die Arbeitsverhältnisse von Personen berücksichtigt. Eine ständige Evaluation (Beschreibung, Analyse und Bewertung) sichert die Qualität des Projektes.

Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Die Anforderungen der Arbeitswelt, wie Flexibilität, Mobilität und Stressresistenz machen vielen Arbeitnehmern zunehmend zu schaffen. Seit 2007 zeigt sich das an einem wieder leicht steigenden Krankenstand in Unternehmen. Eine sinnvolle Bewältigungsstrategie in einer durch Krisenzeiten angespannten Arbeitswelt ist das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Vorteile Arbeitgeber

  • erhöhte Arbeitszufriedenheit und Arbeitsproduktivität
  • langfristige Senkung des Krankenstands
  • Verringerung der Personalfluktuation
  • gesteigerte Produkt- und Dienstleistungsqualität
  • verbesserte betriebliche Kommunikation und Kooperation
  • Imageaufwertung für das Unternehmen
  • erhöhte Konkurrenzfähigkeit

Vorteile Arbeitnehmer

  • weniger Arbeitsbelastungen
  • verringerte gesundheitliche Risiken und Beschwerden
  • gesteigertes Wohlbefinden
  • besseres Betriebsklima
  • gesundheitsbewusstes Verhalten im Unternehmen und Freizeit
  • Erhöhung der Kompetenz in Gesundheitsfragen
  • Arbeitsplatzsicherung

Verhaltens- und Verhältnisprävention

Für den Erfolg von Gesundheitsförderung ist das Zusammenspiel von Verhaltens- und Verhältnisprävention entscheidend. Im Rahmen der BGM bieten wir Ihnen deshalb verschiedene Maßnahmen für diese Handlungsfelder an:

Verhaltensprävention

Verhältnisprävention

praktische Beispiele

  • Gesundes Essen, gesunde Jause, Vitalsnacks, Obst am Arbeitsplatz
  • Impfaktionen
  • Rauchentwöhnungsprogramme
  • Vorsorgeuntersuchungen im Betrieb
  • Sportangebote, Turnen, Fitnessangebote, Sportveranstaltungen, Mannschaftssport im Betrieb []
  • Aktives Pausenmanagement – Aufforderung zur Einhaltung von Pausen
  • Angebote im Bereich der Stärkung des Rückens und Bewegungsapparates (auch mit PC Unterstützung)
  • Bildschirmpausen, Bildschirmbrille
  • Regelmäßige arbeitsmedizinische Evaluierungen des Arbeitsplatzes (die auch ernst genommen werden)
  • Ergonomische Möbel
  • Physiotherapie-Beratung am Arbeitsplatz
  • Massagen, Turneinheiten am Arbeitsplatz
  • Mentale Fitnessprogramme
  • Raumklima individuell anpassbar
  • Flexible Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten, die einen Ausgelich ermöglichen
  • Ersatzzeiten für Sport (Zeit für Sport wird auf Arbeitszeit angerechnet – ja das gibt es!)
  • Kooperation mit einem Employee Assistance Programm, Beratung bei seelischen und privaten Problemen