Die Notaufnahme (auch Rettungsstelle, Notfallaufnahme, Notfallambulanz oder Notfallstation) ist die Anlaufstelle in einem Krankenhaus zur Versorgung akut aufgetretener Erkrankungen oder Verletzungen. Bei einem Allgemeinkrankenhaus ist sie in der Regel der Chirurgie-Abteilung zugeordnet.

Aktuelles

Aktuelle Entwicklungen jedoch gehen in Richtung der Interdisziplinäre Notfallaufnahme. Die Vorteile dafür im Überblick: Medizinisch nützlich, organisatorisch entlastend, ökonomisch vorteilhaft.[1] Auch die Fachgesellschaften wollen die Notfallbehandlung in Kliniken verbessern und formulieren Ziele für zentrale interdisziplinäre Notaufnahme [2]

Zentrale Notaufnahme (ZNA)

Die Zentrale Notaufnahme ist die interdisziplinäre Anlaufstelle für Notfälle aus dem ambulanten Bereich eines Mehrsparten-Krankenhauses.

Als Vorteile werden höhere Wirtschaftlichkeit durch verbesserte Nutzung von Personal-Ressourcen sowie eine klare Struktur für Zuweiser, Notarztwagen und (evtl.) Patienten genannt.

Strittig sind dagegen zusätzlich nötige Organisations- und Leitungsstrukturen, die sich erheblich auf die fachspezifische Verantwortlichkeit, Behandlungsstandards sowie die Fortbildung und Kosten auswirken können (nach Wolff, 2010)."[3]

Sonstige Leistungen der ZNA

Unter den „sonstigen Leistungen“, welche die Zentralen Notaufnahmen bieten, befinden sich hauptsächlich Überwachungsplätze und die kardiologische (Kardiologie) Diagnostik. Einige Einrichtungen haben in ihren ZNA zusätzliche ambulante Operationen, radiologische (Radiologie) Diagnostik (CT/MRT) angesiedelt und schaffen so Rationalisierungseffekte.[4] Grundsätzlich ist das Leistungsprofil einer ZNA auch von der Größe des Einzugsbereiches des Krankenhauses, dessen Versorgungsauftrags und seiner finanziellen Situation abhängig.

Weblinks

Quellen

  1. C. Pietsch, M. Bernhard, A. Gries: "Die Interdisziplinäre Notfallaufnahme in Deutschland - eine Herausforderung für die Zukunft" Intensiv- und Notfallbehandlung 1/2010, www.dustri.de
  2. Anaesthesie-Intensivtherapie. com / [1])
  3. Krankenhaus Barometer 2010,DKI
  4. Krankenhausbarometer 2010