Der Traum, geistiges, phantasievolles Erleben, vor allem im Schlaf. Eine Ausnahme sind Wach- und Tagträume.

Träume können in allen Schlafphasen auftreten, während der REM-Phasen kommt es häufiger zu besonders lebhaften und emotionalen Träumen, die besonders gut erinnert werden. Alpträume treten z.B. gehäuft in der REM-Phase auf. Im Traum kommen häufig irreale, assoziative und mehrdeutige Inhalte vor. Die zeitliche und örtliche Orientierung ist meist eingeschränkt. Die Traumdauer nimmt mit dem Lebensalter ab. Träumt ein Baby noch die meiste Zeit des Schlafes, so nimmt die Traumdauer mit fortschreitendem Lebensalter bis auf unter ein Viertel der Schlafenszeit ab. Insbesondere die tiefenpsychologischen Schulen, wie z.B. Sigmund Freuds Psychoanalyse, sehen im Traum einen oder sogar den bedeutendsten Schlüssel zum Unterbewussten. Freuds umfangreiches Werk Die Traumdeutung von 1900 lieferte die wichtigste Grundlagenarbeit. Die Erinnerung an Träume wird durch ein Traumtagebuch erleichtert und geschult. Meist ist es sinnvoll, sofort nach dem aufwachen kurze Stichpunkte zu notieren.

Trauminhalte/Beispiele

  • Angstträume/Albträume
  • Verarbeiten von Tageserinnerungen: Elemente des vorangegangenen Tageserlebens greifen ins Traumerleben ein. Häufig können auch Inhalte eines vor dem Einschlafen gelesenen, spannenden Buches oder ein spannender Film in das Traumerleben einfliessen.
  • Substitution unerfüllter Wünsche: nicht ausgelebte oder unerreichbare Wünsche fliessen in den Traum ein und werden so zumindest im Traum ausgelebt
  • Vergangenheitsbewältigung/Regression: z.B. erneutes durchleben, vor allem problematischer Lebensinhalte im Traum. Z.B. eine angstbesetzte Prüfung wird im Traum erneut durchlebt.

Literatur

  • Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Fischer, ISBN 359610436X

Weblinks