Der Begriff triggern stammt aus dem Englischen und bedeutet auslösen. Bestimmte Faktoren triggern bestimmte Reaktionen, was auch zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken genutzt wird. Bei verschiedenen Krankheiten (wie Epilepsie oder Trigeminusneuralgie), aber auch bei psychischen Störungen spielen Trigger-Faktoren als auslösende Merkmale eine große Rolle. Sind die Trigger-Faktoren bekannt, können sie weitgehend gemieden werden, so dass die Gefahr eines Anfalls oder einer Schmerzattacke verringert wird.

Diagnostisches Triggern

Das Triggern definierter Trigger-Punkte oder -Zonen kann die Diagnose bestimmter Krankheiten oder Störungen sichern.

Beispiele:

  • Bei Gesichtsneuralgie löst die Berührung eines bestimmten Trigger-Punktes Schmerz an einer von diesem Punkt entfernten Stelle aus.
  • Trigger-Punkte beim Fibromyalgiesyndrom sind bestimmte Muskel- und Sehnenansätze.


Therapeutisches Triggern

Beim therapeutischen Triggern ist das Auslösen bestimmter Reaktionen beabsichtigt.

Beispiele für therapeutisches Triggern:

  • In der Physiotherapie werden mittels bestimmter Massagetechniken Reaktionen ausgelöst (z.B. Anregung des Milchflusses bei Stillenden).
  • Bei Blasenfunktionsstörungen kann durch Klopfen auf den Unterbauch in Höhe der Harnblase eine Blasenentleerung ausgelöst werden.
  • In der Schmerztherapie werden unter anderen auch Methoden der Elektrostimulanzanalgesie wie die TENS angewendet, die bestimmte sogenannte Head-Zonen triggern.

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