Gasaustausch ist der physikalische Begriff für die Atmung, die Atmungsvorgänge in der Lunge beim Ein- und Ausatmen. Im Kapillarnetz der Lungen, das die feinen Lungenbläschen wie ein Netz umgibt, findet ein Stoffaustausch statt - der Gasaustausch. Das sauerstoffarme Blut in den Kapillaren gibt durch das Druckgefälle das Kohlendioxid in die Luft der Lungenbläschen mit wenig Kohlendioxid ab. Gleichzeitig nimmt das sauerstoffarme Blut Sauerstoff aus der Atemluft (in den Lungenbläschen) in sich auf. Das Kohlendioxid wird mit der Atemluft abgeatmet. Der aufgenommene Sauerstoff wird mit dem Blut weitertransportiert.

Nach der Passage der Alveolen vereinigen sich die Blutgefäße wieder, und führen das jetzt wieder sauerstoffreiche Blut über die Lungenvenen von der Lunge zum linken Vorhof des Herzens zurück.

Mit Druckgefälle wird die physikalische Eigenschaft der zwei beteiligten Gase bezeichnet. Beide wandern vom Ort der hohen Konzentration (damit auch des höheren Drucks) zum Ort der niedrigeren Konzentration.

Also:

Das Kohlendioxid aus dem Blut in die Ausatemluft.

Der Sauerstoff aus der eingatmeten Luft der Alveole in das Blut.

Die Lungenvenen haben trotz sauerstoffreichem Blut ihren Namen deshalb, weil sie von einem Organ (dem jeweiligen Lungenlappen) hin zum Herzen (genauer: zum linken Vorhof) führen.

In der Intensivausbildung müssen die Partialdrucke gelernt werden. Für Otto Normalverbraucher reicht obige Regel zu wissen.



Eine Konsequenz daraus: Bei der Sauerstoff-Insufflation ist der Partialdruck in den Alveolen höher als im venösen Blut, das zur Lunge kommt. Dadurch bessere Sauerstoffversorgung solange, wie Atemmechanik und Kreislauf funktionieren. Bei Atemstillstand nützt Sauerstoffgabe nichts mehr.


siehe auch

Atmung, Lunge