"Falle"

Definition

Sputum = Auswurf, ist ein vermehrtes Sekret der Rachen- und Bronchialschleimhaut, und ein guter Nährboden für Bakterien.

Beobachtung

Menge

  • kleine Menge wird nicht gemessen
  • große Menge bis zu 2l
  • Ansammlung bei Aussackung der Bronchien - Bronchiektasen
  • Sekret sammelt sich in den Aussackungen
    • besonders Morgens: maulvolle Expektoration (sammelt sich nachts)

Konsistenz - Festigkeit

  • Fest,
  • flüssig,
  • zäh,
  • klumpig,
  • serös,
  • schaumig

Farbe und Beschaffenheit

  • hellrot, serös,schaumig > Lungenödem (akutes Linksherzversagen)
  • dreischichtiges > Bronchiektasen
    • eitrig (unten)
    • serös
    • schaumig

  • durchscheinend, fadenziehend > Katarr (leichte Erkältung) der oberen Atemwege
  • zäh > Bronchitis , Asthma bronchiale (Verkrampfung der Bronchien) Einatmung aktiv, Ausatmung passiv
  • eitrig > eitrige Bronchitis
  • rostbraun > Pneumonie
  • blutig (dunkelrot, hellrot, braun) > Verletzungen in der Lunge oder Lungenkarzinom (Gefäß verletzt) oder Lungengangrän (Gewebsuntergang)

Geruch

  • normal geruchlos
  • faulig > Lungengangrän
  • süßlich fade > Eiter

Beimengungen

makroskopisch

mikroskopisch

  • Leukozyten
  • Erythrozyten
  • neutrophile Granolozyten,
  • eosinophile Granolozyten
  • Curshmann Spiralen u. Charcot - Leyden Zellen > bei Asthmatikern
  • Tumorzellen
  • Epithelien
  • Bakterien
  • Herzfehlerzellen (mit Eisen beladene Plattenephitelzellen) > chronische Stauung im Bereich der Lunge, chron. O2-Mangel

Auffangen des Sputums

allgemein

  • Sputumbecher mit Einsatz u./o. steriles Röhrchen.
  • Möglichst Morgensputum verwenden.
  • Möglichst nur eitriges Sputum einsenden.
  • Das Material sollte von unten abgehustet werden.
  • Lagerung: max. 4 h bei Raumtemperatur oder 24 h bei 4°C.

Wichtig ist die Patientenanleitung.

Zunächst putzt sich der Patient die Zähne und spült den Mund mehrmals mit frischem Leitungswasser aus. Das soll verhindern, dass sich Mundkeime mit dem Sputum vermischen.

Nach dem Zähneputzen muss der Patient den Sputum in ein steriles Gefäß abhusten, das anschließend sofort verschlossen wird. Ist ein Abhusten nicht möglich, muss der Patient vorher eventuell Kochsalzlösung inhalieren oder ein schleimlösendes Medikament (Mukolytikum) einnehmen. Dadurch wird die Sekretabgabe gesteigert.

"Falle"
Datei:Sputum2.JPG
Geschlossenes Röhrchen

Tracheal-/Bronchialsekret

Auch hier ist eine Kontamination nicht zu vermeiden, da die Trachea nach kurzer Zeit der Beatmung auch besiedelt ist. - Steril absaugen und Sekret in Probengefäß oder die entsprechenden Röhrchen z.B. ("Falle") überführen. Lagerung: bei 4 - 8°C.

Hilfestellung beim Abhusten

  • evtl. hyperemisierende Salben
  • Atemübungen / stoßweise ausatmen
  • Vibration
  • Abklopfen
  • Scham beachten
  • Infos zum korrekten Abhusten (Pobacken zusammen)
  • Inhalation
  • Lagerung / Oberkörper hoch
  • Verabreichung der verordneten Medikamente