Die unbedingte Wertschätzung ist eine von drei Grundhaltungen der Kommunikationsprinzipien nach Carl Rogers, neben Empathie und Echtheit (oder: Selbstkongruenz).

Damit soll einer gepflegten Person zugesichert werden, dass unser Respekt ihr gegenüber nicht von einer bestimmten Entscheidung bzw. Verhalten abhängig ist.

Sie ist auch Ausdruck einer professionellen Haltung gegenüber der gepflegten Person. Durch diese wertschätzende Grundhaltung wird eine Atmosphäre geschaffen, in der Angst und Spannung abgebaut werden können. Unbedingte Wertschätzung führt zu positiven Veränderungen und Wachstumsmöglichkeiten. Bei der Wertschätzung kann unterschieden werden zwischen der Person und ihren Handlungen, d. h. die Person wird grundsätzlich geschätzt, ihre einzelnen Handlungen aber können kritisch betrachtet werden. "Eltern schätzen ihr Kind, obwohl sie nicht gleichermaßen all seine verschiedenen Verhaltensweisen für gut befinden" (Rogers, 1987, S. 35).

Unbedingte Wertschätzung wird auch emotionale Wärme oder Akzeptanz genannt.


siehe auch

Literatur

  • Dieter Tscheulin und Sabine Splitter: Zur Messung von erlebtem Beziehungsverhalten. Kurzbericht über ein Inventar für Beziehungsverhalten (IBV). In: I Langer (Hrsg. 2001): Menschlichkeit und Wissenschaft. Festschrift zum 80. Geburtstag von Reinhard Tausch (S.363-372). Köln: GwG-Verlag.
  • Carl R. Rogers: Eine Theorie der Psychotherapie, der Persönlichkeit und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Köln 1987.

Weblinks

  • In „Zur Messung von erlebtem Beziehungsverhalten“ stellen Tscheulin und Splitter Formulierungen vor, die zeigen, wie Empathie, Wertschätzung, Kongruenz (und Akzeptationsbreite) zu verstehen ist.
  • Weiteres über Carl Rogers dt. bzw auf englisch.