Mobilität

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Definition

Mobilität (von lat. mobilitas) bedeutet Beweglichkeit, Fortbewegung, Lageveränderung. Im pflegerischen und medizinischen Bereich bezieht sich der Begriff auf die Bewegung von Personen oder Körperteilen.

Eigenbewegung

  • Gehen (auch Krabbeln, Rutschen, Kriechen)
  • Positionsveränderungen im Liegen und Sitzen aus eigener Kraft (Drehen, Aufrichten, Strecken etc.)
  • mit Hilfsmitteln (Fahren im Rollstuhl, Gehen mit Unterarmstütze, Rollator etc.)

Die Bewegung wird über das ZNS, bei Reflexen auch rein über das PNS gesteuert. Motorische Nerven veranlassen die Muskulatur zur An- (Kontraktion) bzw. Entspannung; Skelett und Bänder stützen und führen diese. Gezielte komplexe Bewegungsabläufe sind ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Wahrnehmung (des eigenen Körpers und von äußerlichen Reizen) und Eigenbewegung (s. a. Koordination), was sich jeder mit dem Versuch verdeutlichen kann, z.B. beim Gehen oder Sprechen alle Bewegungen willkürlich (bewusst) auszuführen.

Beweglichkeit

Mobilisierung

  • Anregung oder Hilfestellung zur Bewegung anderer Personen, z.B. in der Physiotherapie, Aktivierung um die Eigenbewegung zu fördern
  • Transport oder Lageveränderung (Lagerung), auch mit Hilfsmitteln (Trage, Lifter etc.)
  • In der Pflege wird auch von "planmäßiger Mobilisierung" gesprochen, wenn über mehrere Tage zunehmend anstrengendere Bewegungsübungen nach einem Schema auf einander folgen, um die Eigenbeweglichkeit, z. B. nach einer OP, wieder zu erreichen.
  • viele weitere Bedeutungen

Bewegungsmangel

tritt vor allem postoperativ, bei starken Schmerzen in Muskulatur, Knochen oder Gelenken, bei Schwäche, Wahrnehmungs-/Bewusstseinsstörungen oder im hohen Alter auf. Die Folgen sind vielfältig und können sehr kostenintensiv werden:

Siehe auch

Weblinks


vgl. Wikipedia: "Gehen"




vgl. Wikipedia: "Körperhaltung"




vgl. Wikipedia: "Mobilisierung"