Das subaquale Darmbad ist eine Methode zur Reinigung des Dickdarms unter Verwendung von Wasser und ggf. von Zusätzen. Die Technik des subaqualen Darmbades entspricht dabei der einer rektalen Darmspülung, aber mit sehr aufwendiger Technik. Durch diese Darmspülungen wird der Darm gereinigt und zusätzlich die Peristaltik angeregt.


Historisches

Einlaufbehandlungen des Dickdarms sind schon sehr lange bekannt. Bei den Ägyptern wurde eine Einblasmethode von Gott Osiris den ägyptischen Priesterärzten übermittelt. Der Inhaber eines wichtigen Staatsamtes trug den ehrenvollen Titel Hirt des Afters des Pharao. Die Römer hatten einen Gott der Darmwinde, der den Namen Grepitus trug, verehrt. Ärzte des Mittelalters und der Barockzeit empfahlen ihren Patienten bei allen möglichen Krankheiten ganze Einlaufserien. Auch im vergangenen Jahrhundert hat Kuhne eindringlich auf die Reinigung des Darms hingewiesen, und Rosendorff hat es in fünfzigjähriger Praxis in diesem Jahrhundert fortgesetzt.

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Indikationen

Das subaquale Darmbad hat sich vorallem in Praxen von Heilpraktikern sehr weit verbreitet und hat sich bei folgenden lokalen Krankheitsbildern als günstig erwiesen:

Das subaquale Darmbad kann auch zur Vorbereitung von diagnostischen Untersuchung des Dickdarms eingesetzt werden:


Kontraindikationen

Neben den Indikationen für ein subaquales Darmbad gibt es auch einige Punkte, bei denen diese Behandlung nicht durchgeführt werden darf bzw. nur unter ausdrücklicher Anweisung des Arztes. Vorsicht ist auch geboten, wenn Hämorrhoiden 3. Grades leicht zu Blutungen neigen, während einer Schwangerschaft, bei entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) und bei angeborenen Fehlbildungen im Dickdarm und Enddarmbereich wie z.B. bei Megacolon oder bei einer Analatresie.


Anwendung

Das subaquale Darmbad wird in einer Spezialbadewanne durchgeführt und ist heute nur noch selten zu finden. Der Patient muss sich dabei auf einen speziellen Sattel in der Wanne setzen, der mit Gurten an der Hüfte fixiert wird. Durch eine entsprechende Vorrichtung kann der Patient selbst Wasser in den Dickdarm einfliessen lassen und durch Öffnen des Ventils den gelösten Darminhalt in ein Schlauchsystem ablassen. Der Auftrieb im Wasser begünstigt das Lösen des Darminhalts.

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Siehe auch:


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