Geschlechtsorgane des Mannes:
1. Harnblase, 2.Schambein, 3.Penis, 4.Schwellkörper), 5.Glans penis, 6.Vorhaut, 7.äußere Harnröhrenöffnung, 8.Sigmoid, 9.Mastdarm, 10.Samenblase, 11.Ductus ejaculatorius, 12.Prostata, 13.Cowpersche Drüse, 14.Anus, 15.Samenleiter, 16.Nebenhoden, 17.Hoden, 18.Scrotum

Die Harnblase (= Vesica urinaria) ist ein im kleinen Becken gelegenes, muskulöses Hohlorgan. Die Harnblase, Urinblase oder nur kurz Blase dient im Körper der vorübergehenden Aufbewahrung des in den beiden Nieren produzierten Urins. Sie speichert den Urin. Die Entleerung erfolgt dann über die Harnröhre beim "Wasserlassen" (= Miktion).

Die beiden Ureteren (Harnleiter, re + li ) sind die Verbindung zwischen Niere und Blase.

Achtung - Verwechslungsgefahr durch den ähnlich klingenden Begriff Urethra und die sachliche Nähe beider Begriffe zu einander.

Durch die Ureteren (Harnleiter) fließt der Urin von oben, aus den Nierenbecken, nach unten zur Blase (aufrechte Person). In die Blase münden die beiden Ureteren am Blasenboden kaudal.


Die Urethra (die Harnröhre) transportiert den Urin bei der Ausscheidung aus der Blase ins Freie.


Eine normale Harnblase kann etwa 300 - 500 ml Urin speichern bevor ein Harndrang auftritt. Es soll möglich sein, bis zu 1500 ml Harn willkürlich, jedoch unter starken Dranggefühl oder Schmerzen, zurückzuhalten.

Pathologie

Die Pathologie (Erkrankungen der Harnblase) gehört zum Aufgabenbereich der Urologie..[1]

Anatomie

  • aus glatter Muskulatur gebildetes Hohlorgan
  • ausgekleidet mit Urothel
  • Blasendreieck (am Blasenboden von den Zu- und dem Abfluss gebildet)
  • Detrusor vesicae (Schließmuskel am Anfang der Harnröhre)

Lage

Die Harnblase ist nur oben vom Peritoneum überzogen und liegt somit retroperitoneal.

  • subperitoneal hinter Symphyse und Schambeinen, auf dem Beckenboden
  • beim der Frau: dorsal Vagina, darüber Uterus
  • beim Mann: unterhalb liegen Prostata und Samenbläschen, dorsal das Rektum

Praxisbezug

  • Die volle Harnblase kann oberhalb der Symphyse punktiert werden ohne das Peritoneum zu verletzen. Z.B. im Rahmen der Anlage eines suprapubischen Blasenkatheters (im Sprachgebrauch häufig als Cystofix [abgekürzt CF] bezeichnet).
  • Eine volle Harnblase kann man oberhalb der Symphyse tasten und bei schlanken Patienten und starker Füllung manchmal auch sehen (als mögliche Ursache bei unklaren Unterbauchbeschwerden).
  • Das in der Harnblase befindliche Volumen kann man bestimmen, indem man sie per Ultraschall vermisst (z.B. beim sog. Restharnsono, der Bestimmung des nach der Miktion noch in der Blase verbleibenden Urinvolumens).
  • Um bei Operationen im Becken eine versehentliche Blasenverletzung erkennen zu können, wird diese häufig mit blauem Farbstoff gefüllt, das führt postoperativ zu blauem Urin.

Einzelnachweise


Siehe auch

Weblinks