Datei:PflegeschuelerLernen 4179.jpg
lernende Pflegepersonen

Fort- und Weiterbildung sind genau betrachtet zwei verschiedene Begriffe. Umgangssprachlich werden sie allerdings häufig gleich verwendet: Berufliche Qualifikation soll erweitert werden.


Fortbildung

Fortbildung dient dazu die durch Ausbildung bzw. berufliche Tätigkeit erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erhalten und zu erweitern. Gerade im Gesundheitswesen sind Fortbildungen aufgrund neuer Erkenntnisse in Medizin, und auch der jungen Pflegeforschung, sehr wichtig. Durch Fortbildungen werden keine neuen Abschlüsse erworben, es wird meist nur erfolgreiche Teilnahme bescheinigt. Die Definition der beiden Begriffe stammt aus der Förderpraxis der Arbeitsverwaltung (Bundesagentur für Arbeit - BA - den früheren Arbeitsämtern).

Die Verpflichtung dazu liegt bei der einzelnen/einzelnem. Arbeitgeber unterstützen sie dabei sinnvollerweise. Nur wenn ein Arbeitgeber eine Fortbildung im Rahmen der Arbeitszeit anbietet, kann er Beschäftigte zur Teilnahme verpflichten; sonst ist sie immer freiwillig. Ein Punktekonto wie bei der ärztlichen Fortbildung besteht in den D-A-CH-Ländern nicht.

Man kann verschiedene Arten von Fortbildungen nach der Zielsetzung für die Einzelperson unterscheiden:

  • Erweiterungsfortbildung
  • Erhaltungsfortbildung
  • Anpassungsfortbildung
  • Aufstiegsfortbildung

Fortbildungen sind meistens ergänzende Bildungsmaßnahmen im beruflichen oder allgemeinbildenden Bereich, für die zunächst jede Pflegende selbst verantwortlich ist. Sie sollen (auch/vorrangig) den Erhalt der Qualifikation durch Anpassung an berufliche Neuerungen sichern. Einige Fortbildungen zielen auf bessere Interaktion und Kooperation in der Arbeitseinheit oder im Therapeutischen Team.

Fortbildungen – Beispiele

Ihr Umfang kann zwischen wenigen Stunden und längeren Kursen variieren.

  • Bobath-Konzept
  • Wundmanagement
  • Schmerzmanagement
  • Basale Stimulation® in der Pflege: Basisseminar, Auffrischungskurs, Aufbaukurs
  • Grundlagen der Gruppendynamik (Übungen zur Verbesserung der G.)
  • Hospizpflege
  • Praxisanleitung von Auszubildenden / Mentorenkurse
  • Balsam Kurse
  • Qualifizierungskurs Palliative Care
  • Qualifikation zur Pflegefachkraft im Intermediate Care Bereich
  • Validation
  • Qualifikation zur Pflegefachkraft für Gerontopsychiatrie (nicht zu verwechseln mit der Fachweiterbildung in gerontopsychiatrischer Pflege). Diese Fortbildung wird fachübergreifend angeboten.
  • stressfreier kommunizieren im Kontakt mit Pflegebedürftigen, Patienten, Angehörigen und Kollegen

Weiterbildung

Weiterbildung in der Pflege hat das Ziel einer Qualifizierung, um sich beruflich weiterzuentwickeln und aufzusteigen. Die Weiterbildung endet mit einer staatlichen Prüfung und führt zu einer neuen Berufsbezeichnung.

Typische Weiterbildungen in der Pflege sind z. B.:

  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für gerontopsychiatrische Pflege
  • FachaltenpflegerIn für gerontopsychiatrische Pflege
  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für den Endoskopie- und Operationsdienst,
  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für Anästhesie- und Intensivpflege,
  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für psychiatrische Pflege,
  • FachaltenpflegerIn für psychiatrische Pflege
  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für Nephrologie,
  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für Pallitaiv- und Hospizpflege,
  • FachaltenpflegerIn für Palliativ- und Hospizpflege
  • Fachgesundheits- und KrankenflegerIn für onkologische Pflege
  • FachaltenpflegerIn für onkologische Pflege
  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für Rehabilitation- und Langzeitpflege
  • FachaltenpflegerIn für Rehabilitation- und Langzeitpflege
  • Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für klinische Geriatrie
  • FachaltenpflegerIn für klinische Geriatrie
  • Hygienefachkraft
  • Natürlich es auch als Gesundheits- und KinderkrankenpflegerIn möglich verschiedene Fachweiterbildungen zu absolvieren. Fachgesundheits- und KinderkrankenpflegerIn z. B. für Anästhesie- und Intensivpflege.

Die Weiterbildungen unterscheiden sich in der Dauer und den Kosten der Veranstaltungen! Die Verpflichtung zur Kostenübernahme muss im Einzelnen geprüft werden (Wer anschafft, muss zahlen). Arbeitgeber unterstützen sie auch dabei sinnvollerweise.

Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten für die Kosten bestimmter Weiterbildungen, z.B. Meisterbafög (vgl. Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz)

Die Voraussetzungen zur Teilnahme, zu erteilender Unterricht, erforderliche weiterbildungsbezogene Praktika etc. sind in der Regel durch die Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung (staatlich) vorgeschrieben.

Studiengänge

andere Berufe - Übergänge

Auslandstätigkeiten über längere Zeit

Auslandstätigkeiten sind auch Bildungsmaßnahmen mit einem breiten Wirkungsspektrum: z. B. Irland, Dänemark, Schweden, übriges Skandinavien, England, Niederlande, Österreich, Schweiz, USA, Australien, Kanada (setzen z. T. Sprachzeugnisse und Zusatzqualifikation voraus)

siehe auch

Beispiele

Weblinks

Allgemeines

Fortbildung Intensivpflege: Beatmung und Wachkoma

Fortbildungsanbieter